Zwölf nationen, sechs tickets: drama um wm-tickets erreicht endspiel-kulisse

Die Rechnung ist gnadenlos: Zwölf Teams, sechs Plätze, null Gnade. Nach 180 Minuten wird klar, wer 2026 dabei ist – und wer sich zwei Jahre lang Vorwürfen aussetzen muss. Die Play-offs stehen kurz vor dem Showdown, und die Geschichten sind so heiß wie die Flutlichter in Zenica.

Italia vor dem horror von zenica

Die Azzurri flogen gegen Nordirland fast schon aus dem Rennen, doch jetzt wartet Bosnien. Das Stadion von FK Borac gilt als europäisches Beinahe-Gräberfeld für Große: Holland schied hier 2015 aus, Griechenland 2017. Für die Squadra, die schon 2018 und 2022 zuhause blieb, ist ein drittes Mal keine Option – nur weiß das Bosnien auch. Edin Džeko hat in der Quali noch Tore geschossen, als die Italiener TikToks drehten.

Dänemark löst das ticket am fluss?

Dänemark löst das ticket am fluss?

Kopenhagen glaubt an die Routine. Die Dänen haben in der Gruppe nur ein Gegentor kassiert, und gegen Nordmazedonien funktionierte selbst der B-Plan. In Prag wartet eine Mannschaft, die sich gegen Irland durch Penalties quälte. Die Chancen stehen 70:30, doch diese Play-offs lieben den Underdog.

Kosovo könnte die türkei in den alpen erwischen

Kosovo könnte die türkei in den alpen erwischen

Noch vor acht Jahren spielte der Kosovo in der FIFA-Wildcard-Lotterie, heute fordert er den Ex-Europameister. Die Türkei ist voller Juve- und Real-Talente, aber hinten wackelt sie wie ein Istanbuler Galata-Brücken-Verkehr. Im Fadil-Vokrri-Stadion wird 20.000 Mann laut, und die Schweden-Schützen der Quali (Muriqi, Rashica) warten auf den einen Konter.

Polen und schweden: lewandowski gegen die isak-frage

Graham Potter hat mit Gyökeres einen neuen Angreifer entdeckt, der Isaks Ausfall vergessen lässt. Polen wiederum musste gegen Albanien ein 0:1 drehen, um überhaupt hier zu landen. Robert Lewandowski wird 37 beim Turnier – für ihn ist dies vermutlich die letzte echte WM-Chance. Wer gewinnt, darf gleich wieder Heimspiele planen; der Verlierer schaufelt sich ein ganzes Jahr Frust.

Jenseits von europa wartet der wilde rest

In Kinshasa glaubt Kongo an den Heimvorteil gegen Jamaika, die Reggae-Boyz haben aber in dieser Runde noch kein Gegentor kassiert. Irak träumt nach dem Sieg über Indonesien vom ersten WM-Ticket seit 1986, doch Bolivien will die Höhe von La Paz nutzen – 3.600 Meter, wo selbst Lufthansa-Kapitäne Sauerstoffmasken anlegen.

Die sechs letzten Plätze sind nicht einfach Startnummern, sie sind Lebensversicherungen für Trainer, Sportminister und Ausrüster. In 72 Stunden weiß die Welt, wer 2026 in den USA, Kanada und Mexiko dabei ist – und wer sich zwei Jahre lang Vorwürfen aussetzen darf. Die Uhr tickt. Die Tickets kosten Tränen.