Zwickau verspielt zweimal die führung – 2:2 gegen altglienicke

Zweimal vorne, zweimal eingeholt. Der FSV Zwickau hat am 28. Februar 2026 in der GGZ-Arena vor 3.540 Zuschauern gegen die VSG Altglienicke eine bittere Lektion in Sachen Spielkontrolle erhalten. Das Ergebnis: 2:2. Ein Punkt, der sich anfühlt wie keiner.

Sezer trifft früh – zwickau gibt den ton an

Nach der 0:4-Klatsche in Meuselwitz war die Ausgangslage klar: Die Schwäne brauchten eine Reaktion, und die zeigten sie zumindest in der ersten Hälfte. Cemal Sezer war es, der in der 17. Minute nach einem Zuspiel von Prasse kaltblütig zum 1:0 einschoss. Drei Minuten zuvor hatte er es noch mit einem Distanzschuss versucht – da war VSG-Keeper Luis Klatte noch auf dem Posten. Beim zweiten Versuch nicht mehr.

Zwickau drückte, suchte das zweite Tor, fand aber die nötige Präzision im Abschluss nicht. Die Berliner standen tief, ließen kaum Räume und schlichen sich kurz vor dem Pausenpfiff erstmals aus ihrer Deckung. Dennoch: 1:0 zur Halbzeit, der Plan schien aufzugehen.

Dann kam nietfeld – und mit ihm der wendepunkt

Dann kam nietfeld – und mit ihm der wendepunkt

Was nach der Pause folgte, war kein Zusammenbruch, aber auch kein Fußball, der Hoffnung macht. Altglienicke wurde stärker, Zwickau verlor den Faden. Und dann war da noch ein Name, der in der GGZ-Arena besondere Bedeutung hat: Jonas Nietfeld, Ex-Zwickauer, jetzt im Dienst der Berliner.

Maximilian Somnitz leistete sich in der 51. Minute ein Foul an Nietfeld im Strafraum – Elfmeter, keine Diskussion. Nietfeld trat selbst an und schoss unhaltbar rechts unten zum 1:1 ein. Der Mann wusste genau, was er tat.

Zwickau versuchte die Brechstange. In der 81. Minute schien es zu funktionieren: Veron Dobruna verlängerte eine Flanke, Somnitz – ausgerechnet er, der zuvor den Elfmeter verschuldet hatte – drückte die Kugel zum 2:1 ins Netz. Wiedergutmachung. Kurz.

Tallig macht in fünf minuten alles zunichte

Tallig macht in fünf minuten alles zunichte

Fünf Minuten. So lange hielt die Führung. Erik Tallig traf in der 86. Minute zum 2:2 für Altglienicke und sorgte dafür, dass die Westsachsen mit leeren Händen dastanden – obwohl sie zweimal vorne lagen. Die Schlussphase brachte nichts mehr. Kein dritter Treffer, kein Sieg.

Der kleine Trost, den Trainer Rico Schmitt aus diesem Abend ziehen kann: Zwickau bleibt im neunten Heimspiel in Folge ungeschlagen. Aber Ungeschlagenheit nützt wenig, wenn man Punkte liegenläßt, die man längst in der Tasche hatte. Zwei Führungen, ein Punkt – das ist die bittere Bilanz eines Abends, der eigentlich anders hätte enden sollen.