Zwei monate k.o.-phase: die 3. liga der frauen bekommt sechs neue gesichter

Der Deutsche Handballbund hat die Teilnehmer für die Aufstiegsrunde zur 3. Liga der Frauen festgezurrt. Elf Teams kämpfen ab 11. Mai in drei Gruppen um sechs freie Tickets – ein Hauch Zweitliga-Atmosphäre inklusive.

Die qualifikation im überblick

Weil kein Klub aus dem Ligaregion „Ostsee-Spree“ gemeldet hatte, rückte eine Wildcard-Gruppe nach. Ergebnis: zwei Vierer- und eine Dreierpoule, Jeder-gegen-Jeden, sechs Spieltage bis 22. Juni. Erster und Zweiter jeder Gruppe steigen auf, Rest ist History. Bei Punktgleichheit zählt Direktvergleich inklusive Auswärtstore, danach Tordifferenz, danach Erfolgstorkeil, danach – wer’s glaubt – ein Auslosungsspiel.

Gruppe Nord vereint die beiden Niedersachsen-Bremer Spitzenreiter SC SFN Vechta (35:9) und Hannoverscher SC (33:11) sowie die fast makelnde Hamburger-Mixtruppe SG Todesfelde/Leezen (48:2). Die SG kassierte binnen 25 Spieltagen nur eine Niederlage – beim Dritten HSG Eider Harde. Samstag folgt noch das Prestigeduell bei HL Buchholz 08-Rosengarten II, dann geht’s in den K.o.-Modus.

Gruppe Mitte liest sich wie ein Who-is-who der Nachwuchszwerge. HC Leipzig II (39:5) setzte sich gegen HC Burgenland (38:6) durch, ASC 09 Dortmund (45:7) schlug die Zweitvertretung von Borussia Dortmund (43:9) im Stadtderby. TuS Königsdorf (43:7) machte den Titel in NRW schon vorzeitig klar, TSG 1893 Leihgestern (41:3) war als einziger hessischer Bewerber seit Wochen gesetzt.

Gruppe Süd spickt der TSV Ismaning mit der weißen Weste: 44:0 Punkte, kein einziger Punktverlust. Dahinter liefern sich HC Schmiden/Oeffingen (42:6) und TuS Schutterwald (44:4) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. DJK Sportfreunde Budenheim (33:7) könnte als Meister des Südwestens die Überraschung werden, während Frisch Auf Göppingen II (28:20) nur Statist sein wird.

Warum diese runde mehr ist als nur ein aufstieg

Warum diese runde mehr ist als nur ein aufstieg

Für die Klubs geht es nicht nur um Lizenz und Liga, sondern um Sponsoren, Hallengröße, Nachwuchsstruktur – kurz: um die Zukunft. Die 3. Liga der Frauen gilt als Sprungbrett in die 2. Bundesliga, und das wissen die Manager. Deshalb fliegen in dieser Aufstiegsrunde bereits Scoutingschreiben durch die Lände, und einige Vereine haben heimlich schon Kader für die neue Spielzeit zusammengepuzzelt.

Die erste Entscheidung fällt am 11. Mai, das letzte Spiel ist für den 22. Juni angesetzt. Wer bis dahit nicht mindestens Zweiter in seiner Mini-Liga ist, kann die Sommerpause mit Planungen für die Regionalliga verbringen. Die anderen packen die Zweitliga-Anträge aus. Die Karten sind neu gemischt, der Countdown läuft.