Zverev-albtraum geht weiter: sinner-dominanz lähmt deutschen!
Alexander Zverev (29) steuert unbeirrt auf einen Tiefpunkt zu. Der Weltranglisten-Dritte, einst als potenzieller Grand-Slam-Anwärter gehandelt, scheint gegen Jannik Sinner (24) vollkommen gelähmt. Neunmal in Folge hat Zverev nun gegen den Italiener verloren – eine Demütigung, die sich immer deutlicher abzeichnet.
Die zeiten, als zverev die kontrolle hatte, sind lange vorbei
Es gab eine Phase, zwischen 2020 und 2023, in der Zverev Sinner regelmässig dominierte. Vier von fünf Duellen gingen an den Deutschen. „Damals war er aber auch noch 20“, relativiert Zverev nun. Doch dieser Zeitgeist scheint verflogen. Der Sieg Sinner’s in Cincinnati im August 2024 markierte den Wendepunkt, und seitdem scheint Zverevs Spiel komplett aus der Balance geraten zu sein.
Die jüngsten Auftritte auf Sand in Monte Carlo (1:6, 4:6) und Madrid (1:6, 2:6) waren schmerzhaft. „In Madrid habe ich ein schreckliches Match gespielt“, räumt Zverev ein – eine Untertreibung, wenn man die deutliche Überlegenheit Sinner’s bedenkt. Die Frage, wie es kommen konnte, dass Zverev gegen nahezu alle anderen Top-Spieler bestehen kann, gegen Sinner jedoch so hilflos wirkt, beschäftigt nun die Tenniswelt vor den French Open.

Die analyse der neun niederlagen: ein muster zeichnet sich ab
Sport BILD hat die neun Niederlagen von Zverev gegen Sinner seit 2024 unter die Lupe genommen – insgesamt 992 Minuten mit 199 Aufschlagspielen. Die Daten offenbaren ein düsteres Bild: Sieben Matches fanden auf Hartplatz statt, zwei auf Sand. Nur in zwei von neun Duellen gelang es Zverev überhaupt, einen Satz zu gewinnen. Und die Bilanz spricht Bände: Sinner gewinnt fast immer, und Zverev scheut sich nicht zu sagen: „Ehrlich gesagt, alle haben gegen ihn zu kämpfen.“
Die fünf größten Schwachstellen Zverevs im Duell mit Sinner liegen auf der Hand:
- Schwacher erster Aufschlag: Zverevs Aufschlag, der eigentlich seine Waffe sein sollte, wird gegen Sinner zur Schwäche. Während Sinner 81 Prozent seiner Punkte nach dem ersten Aufschlag gewinnt, liegt Zverev nur bei 67 Prozent.
- Weniger Netzattacken: Zverev geht seltener ans Netz als früher, was seine offensive Spielweise einschränkt.
- Zu viele unerzwungene Fehler: Zverev produziert deutlich mehr unerzwungene Fehler als Sinner (19,3 gegen 13,4 pro Match).
- Fewer Asse: Sinner schlägt mehr Asse (81 gegen 58) und macht weniger Doppelfehler als Zverev.
- Lange Ballwechsel gehen an Sinner: Sinner dominiert in Ballwechseln, die länger als neun Schläge dauern.
Zverev selbst räumt ein: „Jannik hat keine schwachen Phasen.“ Er weiß, dass er gegen Sinner „sehr, sehr gutes Tennis spielen“ muss, um eine Chance zu haben. Doch die Realität sieht düster aus: Zverev ist zwar in Paris an Position zwei gesetzt, doch die Chancen auf seinen ersten Grand-Slam-Titel sind geringer denn je. Sein Ausscheiden im Achtelfinale von Rom gegen Luciano Darderi, ein weiterer Beweis für seine aktuelle Formkrise.
Die Weltrangliste spiegelt die Diskrepanz wider: Sinner führt mit 14.350 Punkten vor Alcaraz (12.960) und Zverev (5805). Der deutsche Tennisstar muss sich fragen lassen, ob das nächste Kapitel seiner Karriere bereits geschrieben ist.
