Zverev vor french open halbfinale: agassi warnt vor nervosität!

Paris. Alexander Zverev steht im Halbfinale der French Open und hat die Chance auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Doch André Agassi, der Achtfach-Grand-Slam-Sieger, sieht eine mentale Hürde für den Deutschen. Die Abwesenheit der Top-Favoriten mag Zverevs Weg zum Titel erleichtern, doch die Erwartungen und die eigene Geschichte könnten ihn brechen.

Die last der bisherigen fehlschläge

Zverev hat in seiner Karriere immer wieder bewiesen, dass er zu den besten Tennisspielern der Welt gehört. Doch der Durchbruch bei einem Grand-Slam-Turnier ließ lange auf sich warten. Zweimal stand er bereits im Halbfinale der Australian Open, zweimal im Halbfinale von Wimbledon – und jedes Mal scheiterte er. Die Erinnerung an diese verlorenen Chancen könnte nun zum Problem werden.

“Sascha hat noch nie einen Grand Slam gewonnen”, so Agassi exklusiv bei Eurosport und TNT Sports. “Er hat zwei Tage Zeit, darüber nachzudenken. Und das wird er. Er wird wirklich nervös sein.” Diese Nervosität könnte sich negativ auf sein Spiel auswirken, insbesondere gegen einen Gegner wie Jakub Mensik, der in seinem ersten großen Halbfinale wenig zu verlieren hat.

Mensiks unberechenbarer stil

Mensiks unberechenbarer stil

Der junge Tscheche Jakub Mensik hat in Roland Garros für Furore gesorgt. Mit nur 20 Jahren spielte er sich sensationell ins Halbfinale. Sein aggressiver Spielstil und die Bereitschaft, auch mal Risiken einzugehen, machen ihn zu einem unangenehmen Gegner für jeden Topspieler. “Beide sind Tennisspieler mit einer großartigen Rückhand”, analysiert Agassi, “aber Zverev ist defensiver, Mensik will zerstören.”

Zverev hat zwar beim Aufschlag einen leichten Vorteil, doch er muss darauf achten, Mensik nicht ins Konzept zu bringen. Die deutsche Nummer eins muss seine Vorhand gezielt einsetzen und versuchen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Für Mensik gilt es vor allem, die zwei Tage bis zum Halbfinale zur Erholung zu nutzen und mit frischer Kraft auf den Platz zu treten.

Die French Open sind für Zverev eine Chance, Geschichte zu schreiben. Aber er muss seine Nerven im Griff haben und sich auf das Spiel konzentrieren. Denn wie Agassi so treffend bemerkt: “Es wird nicht einfach für den 29-Jährigen.”