Zverev kämpft sich in monte carlo zurück – und vermeidet das debakel!
Alexander Zverev hatte in Monte Carlo einen denkbar holprigen Einzug in das Achtelfinale. Gegen Cristian Garin wirkte der Weltranglistendritte lange wie ein Schatten seiner selbst, bevor er sich doch noch einen hart erkämpften Sieg sicherte. Ein Comeback, das zeigt: Auch bei Stars ist nicht alles Gold, was glänzt.
Sandplatz-comeback nach langer pause
Elf Monate! So lange hatte Alexander Zverev nicht mehr auf Sand gespielt, und das merkte man ihm im Duell mit dem Chilenen Cristian Garin an. 21 vermeidbare Fehler allein im ersten Satz zeugen von der fehlenden Eingespieltheit und der Nervosität des Hamburgers. Garin, der Zverev in der Vergangenheit bereits mehrfach das Leben schwer gemacht hat, nutzte die anfängliche Unsicherheit des Deutschen geschickt aus und ging früh in Führung. Es sah kurzzeitig so aus, als ob Zverev eine weitere Überraschung in Monaco hinnehmen müsste.
Doch der Olympiasieger von Tokio steckte nicht auf. Nach einer kurzen Toilettenpause schien er die Kurve zu kriegen. Mit mehr Offensive und soliden Grundschlägen setzte er Garin unter Druck. Das Spiel wurde intensiver, die Fehlerquote sank, und Zverev kämpfte sich Satz für Satz zurück ins Spiel. Ein entscheidender Faktor war die mentale Stärke des Deutschen, der trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands von 0:4 im Entscheidungssatz nicht die Nerven verlor.
„Mein Niveau war überhaupt nicht da, ehrlich gesagt“, gab Zverev nach dem Match zu. Doch er fügte hinzu: „Am Ende ist es wichtig, irgendwie zu gewinnen.“ Diese pragmatische Einstellung zahlte sich aus, denn mit einem knappen 7:5 im dritten Satz stand der Fakt war: Zverev ist im Achtelfinale.

Bergs am donnerstag – ein neuer test für den deutschen
Am Donnerstag erwartet Zverev im Achtelfinale ein Duell mit Zizou Bergs, dem Weltranglisten-47. aus Belgien. Gegen den Belgier wird der Hamburger eine deutliche Leistungssteigerung benötigen, wenn er seine Ambitionen in Monte Carlo – das Halbfinale war bisher seine beste Platzierung in Monaco – ernst nehmen will. Die Partie wird zeigen, ob Zverev aus seiner holprigen Anfangsphase gelernt hat und seinen Rhythmus findet. Werden die vermeidbaren Fehler minimiert und das aggressive Spiel der letzten Sätze konsequent umgesetzt, könnte Zverev durchaus eine gute Rolle in Monte Carlo spielen.
Die French Open Ende Mai rücken näher, und Zverev weiß, dass er bis dahin in Topform sein muss. Sein Auftritt in Monte Carlo war ein Weckruf, ein Zeichen, dass die Vorbereitung auf den zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres ernsthaft angegangen werden muss. Seine Fans hoffen: Zverev findet bald zurück zu seiner Stärke – und zeigt, was in ihm steckt.
