Zverev kämpft sich in monte carlo durch: garín-albtraum und knappe siege

Alexander Zverev hat sich in Monte Carlo ein hartes Stück Arbeit geleistet. Der Weltranglisten-Dritte überstand seine Erstrundenpartie gegen Cristian Garín nur knapp, nachdem er bereits eine 0:4- und eine 2:5-Rückstand im Entscheidungssatz verkraften musste. Die Erinnerung an die verlorene Junioren-Final in Roland Garros vor 13 Jahren schien kurz aufzuleben, doch Zverev fand im entscheidenden Moment seine Kraft.

Ein rückblick auf die vergangenheit und ein kampf um die gegenwart

„Ich habe noch nicht mein Level gefunden, ehrlich gesagt“, gestand Zverev nach dem Match, das er schließlich mit 6:4, 6:4 und 7:5 für sich entscheiden konnte. Die 47 unbedingten Fehler, die er während des Spiels produzierte, zeugen von seiner angespannen Situation. Garín hatte durchaus das Potential, dem Deutschen das Leben schwer zu machen und sogar einen Tie-Break im dritten Satz zu erzwingen. Drei Breakbälle ließ er in diesem Satz ungenutzt, bevor Zverev die Partie in seiner dritten Matchball-Situation abschließen konnte. Es war ein Kampf, der die mentale Stärke des Deutschen offenbarte.

Die Tatsache, dass Garín, ein etablierter Sandplatzspezialist, Zverev so forderte, unterstreicht die Herausforderungen, vor denen der deutsche Tennisstar steht. Die kurze Vorbereitungszeit nach seinen erfolgreichen Auftritten in Miami mag ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Aber Zverev, der zweitbeste Spieler im aktiven Tennis mit vier Masters 1000 Titeln auf Sand (hinter Djokovic mit elf), bewies einmal mehr seine Klasse und seinen Willen zum Sieg.

Weitere ergebnisse und aufstrebende talente in monte carlo

Weitere ergebnisse und aufstrebende talente in monte carlo

Neben Zverevs holprigem Einstand gab es auch andere interessante Entwicklungen in Monte Carlo. Tomas Machac, der tschechische Spieler, setzte sich gegen Francisco Cerúndolo mit 7:6 (2) und 6:3 durch und trifft nun auf Jannik Sinner, gegen den er in den bisherigen drei Begegnungen leer ausging – alle auf Hartplatz. Die Ausgangslage für Sinner sieht also vielversprechend aus, sollte er seine Serie gegen Machac fortsetzen können.

Ein besonderes Augenmerk verdient Joao Fonseca, der jüngste Spieler seit Rafael Nadal und Richard Gasquet im Jahr 2005, der das Achtelfinale in Monte Carlo erreichte. Sein Sieg gegen Arthur Rinderknech mit 7:5, 4:6 und 6:3 ist ein Zeichen für die nächste Generation des Tennis. Matteo Berrettini, der ihm nun gegenübersteht, demonstrierte seine Dominanz gegen Daniil Medvedev mit einem beeindruckenden 6:0, 6:0 Sieg. Die Diskrepanz in der Leistung verdeutlicht die Formkrise des Russen.

Zuletzt setzte sich auch Jiri Lehecka gegen Alejandro Tabilo mit 4:6, 7:6 (4) und 6:3 durch und trifft im Achtelfinale auf Alexander Bublik. Die Turnierauslosung verspricht spannende Duelle und unerwartete Wendungen. Die Konkurrenz in Monte Carlo ist dieses Jahr besonders hart und die etablierten Spieler müssen sich gewahr sein, dass junge Talente wie Fonseca und Machac ihnen gefährlich werden können.