Zverev kämpft sich in monte carlo durch: fast schon eine wiederholung der vergangenheit!

Alexander Zverev hat sich in Monte Carlo einen denkbar knappen Sieg gegen Cristian Garín erkämpft – ein Match, das an seine bittere Finalniederlage im Juniorenbereich bei den French Open vor 13 Jahren erinnerte. Der Weltranglisten-Dritte präsentierte sich alles andere als fehlerfrei und musste sich in zwei Sätzen gegen den hartnäckigen Chilenen behaupten.

Ein holpriger start auf sandplatz

Ein holpriger start auf sandplatz

Zverev gestand nach dem Spiel selbst ein: „Ich habe meine gewohnte Form noch nicht gefunden. Es war mein erstes Sandplatzmatch seit elf Monaten, und die Vorbereitung war aufgrund des starken Auftritts in Miami etwas verkürzt.“ Tatsächlich deuteten die ersten beiden Sätze auf eine angespannte Situation hin, in denen Garín die Oberhand gewann. Besonders in Satz drei zeichnete sich ein dramatisches Szenario ab, als Zverev zweimal einen Rückstand von 4:0 und später 5:2 hinnehmen musste.

Der Argentinier Francisco Cerúndolo scheiterte ebenfalls in zwei Sätzen, während Joao Fonseca als jüngster Spieler seit Rafael Nadal und Richard Gasquet im Jahr 2005 das Viertelfinale erreichte. Ein bemerkenswerter Sieg war auch der von Jiri Lehecka gegen Alejandro Tabilo, der ihn gegen Alexander Bublik ins Spiel bringt.

47 ungewollte Fehler unterliefen Zverev im Laufe des Matches, ein Indikator für seine noch nicht eingespielte Sandplatz-Form. Garín hätte sogar die Chance gehabt, im Entscheidungssatz einen Tie-Break zu erzwingen, doch Zverev ließ sich nicht beirren und verwandelte schließlich seinen dritten Matchball. Der Deutsche, der bereits vier Masters 1000-Titel auf Sand gewonnen hat – nur Novak Djokovic (11) ist erfolgreicher – bewies seine mentale Stärke in einem nervenaufreibenden Finale.

Sein nächster Gegner im Viertelfinale ist der Belgier Zizou Bergs, der überraschend den hoch gehandelten Andrey Rublev ausschaltete. Tomas Machac, der Cerúndolo bezwungen hat, trifft derweil auf Jannik Sinner. Die bisherigen Duelle zwischen Sinner und Machac auf Hartplatz gingen alle an den Italiener, doch auf einem anderen Belag könnte sich die Waage nun zum ersten Mal wenden.

Die Leistung von Matteo Berrettini, der Medvedev in beeindruckender Weise mit 6:0 und 6:0 besiegte, verdeutlicht die hohe Qualität des Feldes in Monte Carlo. Es bleibt abzuwarten, ob der Italiener seine starke Form in den kommenden Runden halten kann.

Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass die Konkurrenz in Monte Carlo dieses Jahr besonders ausgeglichen ist und auch etablierte Spieler vor große Herausforderungen gestellt werden.