Zverev kämpft sich in madrid durch: nervenkitzel und späte entscheidung!

Madrid bebte nicht nur wegen des Champions-League-Krimis zwischen Bayern und PSG, sondern auch wegen eines packenden Tennisduells: Alexander Zverev musste sich in der Nacht auf Donnerstag gegen den jungen Tschechen Jakub Mensik zu einem echten Kampf hinzerren. Der Weltranglisten-Dritte sicherte sich schließlich den Einzug ins Viertelfinale, doch der Weg dorthin war alles andere als ein Spaziergang.

Ein thriller auf dem court – und ein geschenk des himmels

Ein thriller auf dem court – und ein geschenk des himmels

Während die Bayern in Paris eine bittere Niederlage einstecken mussten, hatte Alexander Zverev, bekennender Bayern-Fan, zumindest eine willkommene Ablenkung. Sein Achtelfinalmatch gegen Jakub Mensik verzögerte sich aufgrund des epischen Duells zwischen Aryna Sabalenka und Hailey Baptiste, das über drei Sätze ging. Das US-Amerikanerin Baptiste, die nach Abwehr von sechs Matchbällen die Weltranglistenerste ausschaltete, lieferte den Rahmen für eine außergewöhnliche Tennisnacht.

Zverev begann das Spiel mit viel Energie und brach früh auf, doch Mensik ließ nicht locker. Der Tscheche, der im vergangenen Jahr bereits Novak Djokovic in Miami das Nachsehen geben musste, bewies seine Klasse und zog das Match in den Entscheidungssatz. Dort zeigte er, dass er trotz seines jungen Alters ein Kämpfer ist. Die Aufholjagd von Zverev war beeindruckend, aber Mensik hielt bis zum Schluss mit.

Der Tiebreak entschied die Partie – und das Ergebnis sprach für den Tschechen, der den zweiten Satz mit 7:6 (7:4) für sich entscheiden konnte. Im dritten Satz übernahm Zverev jedoch wieder die Kontrolle, obwohl er zunächst einen Breakrückstand hinnehmen musste. Mit einer kämpferischen Leistung gelang es ihm, das Blatt zu wenden und den entscheidenden Break zum 5:3 zu erzielen. Der Rest war Formsache.

Um 1:21 Uhr verwandelte Zverev schließlich seinen ersten Matchball zum 6:4, 6:7 (4:7), 6:3. Ein hart erkämpfter Sieg, der ihm den Einzug ins Viertelfinale sichert. Dort trifft er nun auf den Italiener Flavio Cobolli, der überraschend den Russen Daniil Medvedev ausgeschaltet hat.

Die Partie war ein Spiegelbild des modernen Tennis: junge Wilde, die den etablierten Stars das Leben schwer machen, und erfahrene Spieler, die sich mit Leidenschaft und Können durchsetzen. Zverev hat bewiesen, dass er zu den Letzteren gehört, auch wenn er sich in Madrid einen harten Kampf liefern musste.