Zukowski schießt magdeburg raus aus dem keller – preußen münster kassiert k.o.

Mateusz Zukowski traf doppelt, der VAR kassierte ein Preußen-Tor und Magdeburg verließ nach 94 Minuten den letzten Tabellenplatz – das 3:1 im LVM-Preussenstadion war mehr als drei Punkte, es war eine Kampfansage an den Abstieg.

Var-drama und späte entscheidung

Die erste Hälfte endete mit einem Knall. Erst sprang Jorrit Hendrix nach einer Ecke zum vermeintlichen 1:0 für Münster, doch der Videoassistent entzauberte die Gastgeber: Yassine Bouchama stand im Abseits, Tor aberkannt. Sekunden später umgekehrte Welt: Lubambo Musonda ging im Strafraum zu Boden, Zukowski verwandelte den fälligen Elfmeter – 1:0 zur Pause, psychologisch ein Doppelschlag.

Magdeburg nahm auch nach dem Seitenwechsel das Zepter, ließ 68 Prozent Ballbesitz und eine Passquote jenseits der 90-Prozent-Marke aufblitzen. Die Westfalen, auf Rang 15 gefangen, wirkten ideenlos, bis Christian Preußer auf Dreierkette umstellte und Bouchama links durchstarten ließ. Der 1:2-Anschluss durch Etienne Amenyido schuf eine Schlussphase, die den Puls der 18 312 Zuschauer auf 180 schraubte.

Die Entlastung folgte in der vierten Minute der Nachspielzeit. Nach einer Preußen-Ecke stand Magdeburg-Keeper Dominik Reimann weit draußen, doch der Konter lief schon: Richmond Tachie sprintete 60 Meter und schob ins leere Tor – 3:1, Endstand, Befreiungsschlag.

Tabelle lügt nicht mehr

Tabelle lügt nicht mehr

Mit nun 24 Punkten springt der FCM auf Rang 16 und verkürzt den Rückstand auf Relegationsplatz 15 auf zwei Zähler. Preußen Münster bleibt mit 21 Punkten Letzter, die Lage wird eng – fünf Spieltage, ein Abstiegskrimi. Für Magdeburg geht es am kommenden Samstag gegen Hannover, Münster muss bei Aufsteiger Dynamo Dresden punkten.

Die Zahlen sprechen für Magdeburg: Zwei Siege aus den letzten drei Partien, sieben Tore in zwei Spielen, nur eines kassiert. Die Trendwende ist kein Zufall, sondern Resultat einer klaren Philosophie: aggressives Gegenpressing, hohe Ballstärke, kalte Chancenverwertung. Trainer Christian Titz hat aus der Mannschaft eine Einheit geformt, die nicht mehr wie ein Abstiegskandidat wirkt.

Am Ende stand Tachie mit leuchtenden Augen vor den Mikrofonen: „Wir haben gezeigt, dass wir bereit sind zu kämpfen. Der Abstieg? Für uns ist der erst mal gestoppt.“ Die Tabelle bestätigt es – und Münster muss nun zittern, während Magdeburg wieder anfangt zu träumen.