Zukowski schießt magdeburg aus dem keller – und sich in torjäger-olymp

Der 1. FC Magdeburg hat sich am Sonntag selbst aus der Schlinge gezogen. Mit einem 3:1 in Münster riss die Elf von Petrik Sander die Serie von fünf sieglosen Spielen und schob den Preußen die rote Laterne der 2. Bundesliga über. Der Mann des Tages: Mateusz Zukowski. Sein Doppelpack bedeutet nicht nur drei Punkte, sondern neues Leben im Abstiegskampf.

Zwei schüsse, ein seufzer, acht punkte rettung

Der Pole traf nach 28 Minuten per Elfmeter und in der 72. per Konter – seine Treffer Nummer 12 und 13 in nur 15 Partien. Rechnet man alle Minuten zusammen, fällt bei ihm alle 100 Minuten ein Tor. Ohne diese Tore stünde Magdeburg heute nicht bei 27, sondern bei 19 Punkten, tief in der Todeszone.

Trainer Sander hatte vor dem Spiel einzelne Gespräche geführt – „positive Rückmeldung statt Druck“ lautete die Devise. Für Zukowski war das Gespräch offenbar ein Akt der Befreiung. „Ich bin überglücklich, dass die Chancen endlich wieder reingegangen sind“, sagte er mit sichtbar erleichterter Miene.

Der engste keller der liga

Der engste keller der liga

Die Tabelle ist ein Mikroskop: Zwischen Schlusslicht Münster (26) und Platz zwölf (Dresden, 29) liegen nur drei Zähler. Magdeburg springt auf Relegationsplatz 17 und darf durchatmen. Doch die Länderspielpause kommt zur richtigen Zeit – sieben Spiele sind noch zu spielen, das nächste Heimspiel gegen den VfL Bochum schon in zwei Wochen.

Sander warnt trotzdem vor Euphorie: „Wir haben nur ein Finalspiel von acht gewonnen.“ Für Zukowski dürfte das Interesse an seinen Diensten steigen – der 24-Jährige besitzt eine Ausstiegsklausel, die bei einem vorzeitigen Klassenerhalt greift. Magdeburg kann ihn sportlich kaum ersetzen, wirtschaftlich dürfte ein Verkauf schwer zu verhindern sein.

Fakt ist: Ohne Zukowski läuft beim FCM momentan gar nichts. Mit ihm schon mal sieben Tore in zwei Spielen – das rettet nicht nur Punkte, sondern vielleicht auch die ganze Saison.