Zsc lions: traum platzt, zukunft fraglich – kader im fokus
Ein Schock für die ZSC Lions-Fans: Die Serie gegen den HC Davos ging mit 1:4 verloren, und damit ist der Traum vom dritten Meistertitel in Folge geplatzt. Die Enttäuschung ist riesig, doch der Blick richtet sich nun unweigerlich auf die kommende Saison – und die wirft zahlreiche Fragen auf.
Bayer auf der kippe: wer lenkt künftig das zepter?
Die Niederlage wirft nicht nur ein schlechtes Licht auf die Leistung der Mannschaft, sondern auch auf die Arbeit von Trainer Marco Bayer. Sein Vertrag läuft zwar noch, doch die Zweifel an seiner Fähigkeit, das Team wieder auf Kurs zu bringen, sind groß. Schließlich war er bereits in der vergangenen Saison kurz vor einer Entlassung, und die aktuelle Leistung im Halbfinale hat diese Diskussion neu entfacht. Wird er die Saison 2026/27 an der Bande stehen, oder sucht der ZSC nach einer neuen Führungspersönlichkeit?
Die personelle Situation scheint jedoch bereits weitgehend geklärt zu sein. Der Kader für die kommende Saison steht weitgehend fest, und die wichtigsten Zukunftsfragen sind beantwortet. Ein besonderer Lichtblick ist die langfristige Verpflichtung von Tim Berni, einem der stärksten Verteidiger der Liga.

Defensive stabil, offensive muss zulegen: die kader-analyse
Im Tor verlassen sich die Lions weiterhin auf die bewährte Kombination aus Simon Hrubec, einem der besten Goalies der Liga, und Robin Zumbühl, der mit einer beeindruckenden Fangquote von 92,3 Prozent auf sich aufmerksam gemacht hat. Hrubec wird auch in Zukunft den sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten bieten, während Zumbühl die Chance hat, sich weiter zu empfehlen und möglicherweise in der kommenden Saison mehr Eiszeit zu fordern.
Die Defensive der ZSC Lions war in der Regular Season die beste der Liga, doch im Halbfinale gegen Davos offenbarten sich offensiv Schwächen. Gerade Sven Andrighetto und Denis Malgin trugen die Offensive fast im Alleingang, während es keinem anderen Schweizer Stürmer gelang, konstant Akzente zu setzen. Mit der Verpflichtung von Simon Knak soll diese Lücke nun geschlossen werden. Der junge Stürmer wird in Zürich entsprechend hohen Erwartungen gerecht werden müssen.
Neben Berni kamen mit Malte Strömwall und den Nachwuchstalenten Endo Meier und Kimo Gruber weitere Verstärkungen hinzu. Der ZSC setzt verstärkt auf die Integration junger Spieler in den Profikader. Meier und Gruber sollen schrittweise an das hohe Niveau der National League herangeführt werden und so den Grundstein für die Zukunft legen.
Die Abgänge von Daniil Ustinkov, Daniel Olsson, Dario Trutmann und Denis Hollenstein schmerzen zwar, doch der ZSC scheint gut gerüstet zu sein, um diese Lücken zu schließen. Besonders der Verlust von Trutmann, der über sieben Jahre eine feste Grösse im Team war, ist bedauerlich, aber auch hier gilt: Die jungen Talente sollen die Chance erhalten, sich zu beweisen und die Zukunft des ZSC zu prägen.
Die ZSC Lions stehen vor einer neuen Herausforderung. Mit einem stabilen Kader, einem erfahrenen Torwartduo und dem Potenzial junger Talente wollen sie in der kommenden Saison wieder an die Spitze der National League angreifen. Ob Marco Bayer diese Aufgabe meistern kann, bleibt jedoch abzuwarten. Der Druck ist hoch, und die Erwartungen sind groß. Die Fans hoffen auf eine neue Ära voller Erfolg – und darauf, dass der Traum vom Meistertitel bald wieder Wirklichkeit wird.
