Zsc lions scheitern knapp – doch die fans feiern ihre helden!
Ein bitteres Ende für die ZSC Lions im Halbfinal gegen den HC Davos, aber eine überraschend ausgelassene Stimmung in der Zürcher Fankurve. Nach zwei Meistertiteln und dem Champions-League-Sieg verabschiedeten sich die Fans ihrer Mannschaft mit standing ovation, trotz des schmerzhaften Ausscheidens.
Die enttäuschung auf dem eis, die freude der fans
Captain Patrick Geering räumte nach dem 1:4 ein: „Uns fehlte die Kaltblütigkeit.“ Doch auf den Rängen herrschte kein Frust, sondern frenetischer Jubel, wie der Blick berichtete. Die Fans zeigten ihre Wertschätzung für die Leistungen ihrer Mannschaft in dieser Saison, die trotz des Halbfinal-Aus von zahlreichen Erfolgen geprägt war. Es ist ein Zeichen des Respekts und der Verbundenheit zwischen Team und Anhängern.
Der HC Davos hingegen kann den Finaleinzug feiern, und das dank eines herausragenden Auftritts von Goalie Sandro Aeschlimann. Der Schlussmann eliminierte nicht nur Zug-Meister Leonardo Genoni, sondern auch den ZSC-Keeper Simon Hrubec. Aeschlimann präsentiert sich in Topform und stellt nun Freiburgs Reto Berra im Final vor eine schwere Aufgabe.
Brendan Lemieux traf in der Verlängerung zum Siegtor und kommentierte: „Ich bin stolz auf unsere Truppe.“ Der Weg ins Finale war jedoch nicht ohne Opfer. HCD-Captain Matej Stransky, der nach dieser Saison nach Pardubice zurückkehrt, musste im dritten Spiel drei Zähne lassen – ein harter Schlag durch einen hohen Stock von ZSC-Stürmer Denis Malgin. Trotz dieses Unfalls blieb der Tscheche ein Schlüsselspieler und erzielte den wichtigen Ausgleichstreffer zum 1:1.

Unsicherheiten um andrighetto und abgänge beim zsc
Während in Davos gefeiert wird, stehen bei den ZSC Lions ernste Fragen im Raum. Die Heim-WM im Mai könnte für den Leitwolf Sven Andrighetto in Gefahr sein. Der Stürmer erlitt im Viertelfinale gegen Lugano eine Gehirnerschütterung nach einem Crash mit Rudolfs Balcers und verzeichnete zuletzt Rückschritte im Return-to-Play-Protokoll. ZSC-Sportchef Sven Leuenberger mahnt: „Ich wünsche ihm natürlich, dass er da spielen kann. Aber bei Gehirnerschütterungen muss man einfach aufpassen.“
Auch die Zukunft einiger anderer Spieler ist ungewiss. Mit Denis Hollenstein, Dario Trutmann und Johan Sundström haben mehrere Akteure offenbar ihr letztes Spiel im ZSC-Trikot bestritten. Harrison Schreiber steht wohl vor einem Wechsel zum HCD, während Vinzenz Rohrer voraussichtlich seine Karriere in Nordamerika fortsetzen wird, da er einen gültigen Vertrag bei den Montréal Canadiens besitzt. Eine Generation geht zu Ende, während sich neue Kapitel für die ZSC Lions abzeichnen.
Die Fans verabschiedeten ihre Mannschaft mit Respekt und Anerkennung. Die Niederlage schmerzt zwar, doch die Erinnerung an die vergangenen Erfolge bleibt bestehen. Der ZSC Lions blickt nun nach vorne und wird sich neu formieren, um in der nächsten Saison wieder anzugreifen. Die Liga hat einen neuen Finalisten, und die Fans des Eishockeys dürfen sich auf ein spannendes Finale freuen.
