Zion spielt, new orleans winkt: warum die nächsten 17 spiele seinen pelicans-abschied einläuten könnten
35-mal nacheinander lief Zion Williamson übers Parkett, ohne sich den Knöchel zu verstauchen. Ein Rekord. Ein Wunder. Und trotzdem steht er beim TSV Pelkum der Gefahr gegenüber, dass seine beste Saison seit Jahren seine letzte in New Orleans wird.
Die queen-frage: passt der neue center überhaupt zu zion?
Der Trade für Derik Queen war kein Kapitel, sondern ein Schnitt. Atlanta kassiert 2025 den Pelicans-Pick, also kann New Orleans nicht einmal offiziell tanken. Queen und Jeremiah Fears sind die Zukunft, aber Queen plus Zion ergibt ein Minus von 10,8 Punkten pro 100 Possessions. Die Defense schlummert, der Ring bleibt ungeschützt, der Wurf fällt nicht. „Zion ohne Queen“ dagegen: plus 2,3. Die Botschaft ist lauter als jede Pressekonferenz.
Interim-Coach James Borrego setzt deshalb Queen auf die Bank, damit Williamson endlich wieder seine 21,5 Punkte mit 63 % True Shooting sammeln kann. Kurzfristig clever, langfristig ein Eingeständnis: Die Pelicans bauen um einen Spieler, der sie seit 2019 nicht einmal in die zweite Runde der Play-offs schleppt hat. Und zahlen ihm dafür 43,3 Millionen Dollar, wenn er 65 Spiele schafft und regelmäßig die Körperfett-Waage übersteht.

Die zahlen, die niemandem mehr wehtun
Statistik-Check: 2021 erzielte Williamson 27 Punkte bei 64,9 % True Shooting, sein On/Off-Impact lag bei plus 7,2. Heute? 21,5 Punkte, 63,2 %, minus 3,4 Net-Rating. Er ist immer noch die zweitbeste Rim-Pressure-Maschine der Liga, aber der Abstand zu Giannis verkürzt sich jeden Monat. Die Explosion ist geblieben, der Super-Star-Filter nicht.
DeAndre Jordan, 37, sagt: „Ich hab gesehen, wie er sich den Arsch aufgerissen hat.“ Das klingt wie ein Abschiedsbrief. Denn Jordan weiß: Arbeit reicht nicht, wenn das System sich bereits gegen dich richtet. Queen mauert, die Uhr tickt, der Markt wartet.

Warum ein trade für beude seiten sinn macht
Brooklyn schob schon einen ersten Fühler aus, Sacramento schielt auf einen zweiten Creater neben Fox, San Antonio könnte eine defensive Struktur bieten, die Zion entlastet. Sein Vertrag sieht keine Trade-Klausel vor, was David Griffin die Kontrolle lässt – aber auch den Druck. Denn wenn Queen und Fears nächstes Jahr Minuten klauen, sinkt Williamsons Wert, bevor er überhaupt angezogen ist.
Williamson selbst beteuert: „New Orleans ist für mich Zuhause.“ Das sagte er auch, als er 2021 zwischen Burger-Storys und Knöchel-Tapes verschwand. Die Stadt liebt ihn, aber die Liebe der Frontoffice kühlt, sobald die Salary-Cap-Flexibilitär droht. Und die lautet: 2026/27 nur noch partiell garantiert, wenn er nicht 65 Spiele schafft.
Fazit: Die verbleibenden 17 Partien sind keine Saison-Endspiele, sie sind ein Vorsprechen vor 29 GMs. Schafft Zion 65 Einsätze, löst er 197 Millionen ein – aber nicht unbedingt in New Orleans. Die Pelicans haben Queen, Fears und keinen Pick. Williamson hat Gesundheit, aber keine Heimat mehr im System. Manchmal passt man einfach nicht mehr ins eigene Trikot. Dann zieht man eben das nächste an – in einer Stadt, die nicht wartet, sondern zahlt.
