Zabell: „die olympioniken ebneten den weg für frauen im sport“,

Madrid – Theresa Zabell, zweifache olympische Goldmedailleerin im Segeln und Pionierin des spanischen Frauensports, hat ihr Buch „El poder de los 5 aros“ vorgestellt und dabei eindrücklich von den Kämpfen erzählt, die sie und andere Athletinnen früher austragen mussten. Ihr Werk, das von Juan Antonio Samaranch, dem ehemaligen Vizepräsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, prologiert wurde, beleuchtet die Entwicklung des Frauensports und die Notwendigkeit, Werte wie Respekt und Fairness zu fördern.

Ein weg voller hindernisse: die frühe karriere zabells

Zabell blickte zurück auf eine Zeit, in der Frauen im Sport kaum eine Chance hatten. „Als ich zum ersten Mal davon träumte, bei den Olympischen Spielen anzutreten, waren Mädchen wie wir einfach nicht eingeladen – zumindest nicht in meinem Sport. Im Segelsport gab es keine Wettkämpfe für Frauen“, erinnerte sie sich. Die gebürtige Spanierin musste sich als junge Athletin gegen Vorurteile und Widerstände wehren, um ihren Platz im Sport zu erobern. Ihre Erfahrung als eine von vier Geschwistern, darunter drei Brüder, habe ihr früh beigebracht, sich durchzusetzen. „Wenn man als Mädchen zwischen vier Jungen aufwächst, muss man stark sein, sonst wird man überrannt. Das hat meinen Wettbewerbsgeist geweckt.“

Die olympionikin als unternehmensberaterin: werte des sports für die wirtschaft

Die olympionikin als unternehmensberaterin: werte des sports für die wirtschaft

Nach ihrer erfolgreichen Karriere als Leistungssportlerin widmet sich Zabell nun der Anwendung der Werte und Erfahrungen, die sie im Sport gewonnen hat, auf die Unternehmenswelt. Ihr Buch ist ein Ratgeber für Menschen, die Großes erreichen wollen und sich von der olympischen Mentalität inspirieren lassen möchten. „Es ist ein Buch für alle, die etwas im Leben bewegen wollen, ein Wegweiser, der ihnen hilft, ihre Ziele zu verfolgen und zu erreichen“, erklärte Zabell.

Samaranchs würdigung: mehr als nur wettbewerb

Samaranchs würdigung: mehr als nur wettbewerb

Juan Antonio Samaranch lobte Zabells sportliche Karriere und betonte die Bedeutung der Werte, die sie in ihrem Buch vermittelt. „Durch Ihre Karriere lernen wir, dass der Wettbewerb wichtig ist, aber das Miteinander noch wichtiger ist; dass die Ausdauer wichtig ist, aber der Respekt vor dem Gegner noch wichtiger ist“, so Samaranch. Er hob hervor, dass der olympische Geist die Vielfalt feiert und verbindet.

Theresa Zabell ist zweifellos eine Legende des spanischen Sports. Mit zwei olympischen Goldmedaillen (Barcelona 1992 und Atlanta 1996), drei Weltmeistertiteln (1992, 1995 und 1996) und drei Europameistertiteln (1991, 1992 und 1994) in der Klasse 470 hat sie die Welt des Segelsports nachhaltig geprägt. Ihre Geschichte ist ein Beweis dafür, dass mit Entschlossenheit und Leidenschaft auch vermeintlich unüberwindliche Hindernisse überwunden werden können. Die Zahl spricht für sich: 22 Jahre nach ihrer ersten olympischen Goldmedaille inspiriert Zabell weiterhin junge Sportlerinnen und beweist, dass der Geist des Sports weit über den Wettkampf hinausgeht.