Yamal lässt laliga alt aussehen: 118 dribblings in 25 spielen
Lamine Yamal spielt mit den Knöcheln der Gegner. 25 Liga-Spiele, 118 Dribblings – das ergibt 4,72 pro Einsatz. Letzte Saison: 4,60. Der Unterschied mag klein klingen, zieht man die Rechnung aber bis zum Ende des Jahres, steht ein neuer Rekord, den niemand mehr einholen wird.
Die zahlen, die barça jubeln lassen
Der 17-Jährige verpasste im Herbst fünf Partien wegen einer Schambeinentzündung. Seit Dezember hat er 49 weitere Dribblings draufgepackt – fast zwei pro Spiel mehr als vor der Winterpause. Die Konkurrenz schaut in die Röhre: Vinícius folgt mit 70, Mbappé und Víctor von Osasuna kratzen gemeinsam bei 63. Yamal ist nicht nur vorn, er enteilt dem Feld.
Die Entwicklung ist kein Zufall. Erst war der Rocafonda-Junge schnell, jetzt wird er klug. Er wartet den Moment ab, bis der Gegner die Hüfte nach innen kippt, dann zieht er die Kugel mit dem Außenrist durch die offene Tür. Die Folge: mehr Freistöße, mehr Ecken, mehr Platz für Raphinha und Lewandowski.
Barça nutzt ihn als Ventil. Steht das Spiel, bekommt Yamal den Ball. Funktioniert das Spiel, bekommt er ihn trotzdem. Die Logik: Ein Teenager, der selbst aus der Bewegung heraus einen Gegner aus dem Schritt lockt, ist ein System. Trainer Flick spricht von „einem zusätzlichen Mann, weil zwei Beine von Yamal zählen wie vier normale“.

Warum er diesmal schneller wird
Sein Geheimnis ist die Pause. Nach dem Fasten des Ramadans legte er zwei Wochen Krafttraining ein, ohne Spiele. Die Explosivität stieg, die Schrittfolge wurde enger. Physiologen des Klubs messen seit Januar eine 0,08 Sekunde schnellere Reaktionszeit – in einem Sprint ein halber Meter Vorsprung, in einem Dribbling ein ganzes Universum.
Die Gegner reagieren mit Doppelbewachung. Yamal kontert mit Blick. Er schaut den Verteidiger an, spielt den Pass, startet durch, bekommt die Rückgabe. Drei Aktionen, ein Dribbling, ein Torraum. Sechs Assists stehen seit Januar in der Statistik – mehr als in den ersten fünf Monaten zusammen.
Barça liegt vor der Konkurrenz, weil Yamal keine Lust auf Stillstand hat. Während andere Talente sich an der Sonne bräunen, bohrt er in seinem Keller mit dem Ball an der Sohle. 161 Dribblings waren 2024 viel. 2025 werden es über 150, dabei hat er vier Spiele weniger. Die Botschaft: Rekorde sind keine Decke, sondern eine Fußmatte.
