Xavi pascual zögert nach 79:93-debakel: barça droht das aus
Barcelona ist vom Euroleague-Play-in-Weg. Die 79:93-Klatsche gegen Panathinaikos war kein Ausrutscher, sondern die logische Folge eines Teams, das sich selbst nicht mehr erkennt. Nach dem Schlusspfiff stand Xavi Pascual vor den Mikros und ließ die Bombe platzen: „Am Saisonende wird man bewerten, nachdenken, schauen, wo wir stehen – und ob wir überhaupt stehen.“
Pascual spricht klartext – und weiß, was er sagt
Der Coach hatte kein Bedürfnis, seine Worte zu beschönigen. Auf Nachfrage, ob er sich verschrieben habe, entgegnete er trocken: „Ich sagte genau das, was ich sagen wollte.“ Damit ist die Debatte eröffnet: Bleibt der Held von 2022, der den Club aus der Krise holte, oder verabschiedet er sich nach nur eineinhalb Jahren erneut?
Die Zahlen sind gnadenlos. 14 Niederlagen in 25 Partien, Platz 16 im Tableau, ein Korbverhältnis von 0,95 – und ein Kader, der aussieht wie ein Museum der Basketball-Geschichte: Laprovittola (34), Satoransky (32), Vesely (34). Die Beine altern schneller als die Verträge. Dazu fehlen Clyburn und Shengelia seit Wochen, Punter spielt mit Tape statt mit Tempo.

Panathinaikos liefert die anleitung, wie man barça zerlegt
Die Griechen führten mit 31 Punkten nach dem dritten Viertel, trafen 14 Dreier bei 48 %, ernteten 19 Offensiv-Rebounds. Barcelona antwortete mit apathischem Pick-and-Roll und einer Defense, die aussah, als hätte sie das Spielplan-Board nie gesehen. „Sobald sie uns auf 10 weggezogen haben, sind wir auseinandergebrochen“, sagte Pascual. „Kein Charakter, keine Reaktion.“
Der Klub versprach im Winter Verstärkung, lieferte aber nur leere Koffer. Das Salary Cap ist längst erreicht, die medizinische Abteilung überlastet. Die Spieler schuften zwischen Euroliga und Liga Endesa auf 90-Partien-Kurs – ohne Backup, ohne Luft.

Mónaco wird zur letzten chance – oder zum begräbnis
Am Freitag geht’s nach Monaco. Verliert Barça dort, ist das Play-in nur noch theoretisch möglich. Die Fans haben schon damit begonnen, die Saison 24/25 zu planen – ohne Pascual, ohne Altstars, vielleicht ohne europäischen Frühling. Der Coach will sich nicht in Spekulationen verlieren: „Wir müssen vergessen, was war, und an Freitag denken.“
Aber die Wahrheit steht in jedem Spielbericht: Ein Verein, der einst die Euroleague dominierte, rutscht auf Abruf in die Bedeutungslosigkeit. Und der Mann, der zurückkehrte, um das Feuer zu retten, spürt bereits den Rauch seiner eigenen Bank.
