Xabi alonso verlässt madrid: ein blick zurück auf die trainer-odyssee!

Ein Kapitel im weißen Trikot ist zu Ende: Xabi Alonso, der Hoffnungsträger für eine neue Ära am Bernabéu, hat das Ruder an der Seitenlinie an einen anderen Überraschungsgast abgegeben. Doch wer waren die Trainer, die vor ihm den heißen Stuhl in Madrid bewohnten? Eine Reise durch die wechselhafte Geschichte der königlichen Bank, gespickt mit Triumphen, Entlassungen und überraschenden Karrieresprüngen.

Die ära del bosque: vom triumph zum abrupten ende

Vicente del Bosque, ein Name, der untrennbar mit der glorreichen Vergangenheit des Real Madrid verbunden ist, startete seine Trainerkarriere im Bernabéu im Jahr 2000. Nach einer erfolgreichen Amtszeit, die den Gewinn mehrerer Titel mit sich brachte, kam es 2004 zu einer überraschenden Trennung. Seine erste Station danach war ein kurzer Abstecher zum Besiktas, bevor er 2008 die spanische Nationalmannschaft übernahm – ein Schachzug, der die Weltlastmeistertitel 2010 und die Europameisterschaft 2012 bescherte.

Doch was folgte, war eine Abwärtsspirale für einige seiner Nachfolger. Carlos Queiroz, der Del Bosque beerbte, konnte sich nicht durchsetzen und wurde relativ schnell entlassen. José Antonio Camacho folgte ihm, scheiterte aber ebenfalls und fand später sein Glück in China und Gabun. Mariano García Remón durfte nur drei Monate auf der Bank Platz nehmen, bevor er ebenfalls gehen musste.

Luxemburgs zirkus und die kurzlebigen experimente

Luxemburgs zirkus und die kurzlebigen experimente

Vanderlei Luxemburgo, ein Wanderer durch den Fußballzirkus, versuchte ebenfalls sein Glück in Madrid, blieb aber nur bis Dezember. Seine anschließende Karriere führte ihn durch eine beeindruckende Liste von Vereinen in Brasilien, China und Südamerika, ein Beweis für seine Widerstandsfähigkeit und seinen unbändigen Ehrgeiz. López Caro, der ihn ersetzte, fand ebenfalls nicht sein Glück und wechselte mehrfach den Verein.

Fabio Capello kehrte 2006 zurück und gewann die Liga, wurde aber aufgrund von Differenzen mit dem damaligen Präsidenten entlassen. Bernd Schuster durfte eine Saison und einen halben spielen, bevor er ebenfalls gehen musste. Juande Ramos folgte ihm nur kurz. Pellegrini, der Florentino Pérezes zweite Amtszeit einläutete, scheiterte am „Alcorcónazo“ und startete anschließend eine beeindruckende Karriere, die von Erfolgen in Málaga, Manchester City und Betis geprägt war.

Mourinhos intermezzo und ancelottis rückkehr

Mourinhos intermezzo und ancelottis rückkehr

José Mourinho prägte den Verein dann für drei Jahre, bevor er zu Chelsea zurückkehrte. Sein Nachfolger, Carlo Ancelotti, gewann die „Décima“ in Lissabon, wurde aber nach zwei Jahren ebenfalls entlassen. Rafa Benítez war nur von kurzer Dauer, bevor Zidane erneut übernahm. Lopetegui wurde nach einem desaströsen 5:1 gegen Barcelona entlassen, gefolgt von Solari, der ebenfalls nicht überzeugte.

Die Trainer-Fluktuation am Bernabéu ist legendär – ein Spiegelbild des immensen Drucks und der hohen Erwartungen, die auf dem Verein lasten. Xabi Alonso tritt nun in diese illustre Riege ein, mit dem Ziel, den Verein zurück an die Spitze zu führen. Ob er dort erfolgreicher sein wird als seine Vorgänger, wird die Zukunft zeigen. Eine Sache ist jedoch sicher: Die Geschichte des Real Madrid ist untrennbar mit den Geschichten seiner Trainer verbunden – und die nächste Seite wird bald geschrieben.