Füchse berlin: mentaler balance entscheidend im titelrennen!
Die Crunchtime ist erreicht: Für die Füchse Berlin geht es in den letzten vier Spieltagen der Daikin Handball-Bundesliga um mehr als nur Stolz – nämlich um den zweiten Platz und damit die sichere Qualifikation für die Champions League. Doch bevor das prestigeträchtige Duell gegen Flensburg ansteht, muss Hannover-Burgdorf bezwungen werden. Ein leichtes wird das keines.
Krickaus warnung: nur volleinsatz zählt
Trainer Nicolej Krickau mahnt zur Vorsicht und betont, dass die anstehenden Spiele mit höchster Konzentration angegangen werden müssen. „Wir schauen noch gar nicht auf das Spiel gegen Flensburg“, erklärt Krickau. „Wenn wir die nächsten drei Spiele nicht gewinnen, kommen wir gar nicht in die Lage, ein Endspiel um Platz zwei zu haben.“ Seine Worte sind unmissverständlich: „Wir müssen alle Spiele, die jetzt kommen, gewinnen, dann liegt Platz 2 weiter in unseren Händen. Wenn wir gegen Hannover nur 92 Prozent geben, wird das nicht funktionieren.“

Länderspielpause als stolperstein?
Die kurzgeordnete Länderspielpause kam für die Berliner alles andere als gelegen. Krickau ärgerte sich über den Zeitpunkt: „Das war nicht gut für uns. In den Spielen von Lemgo bis Kiel hatten wir ein sehr gutes Niveau.“ Nun gilt es, die Spieler schnell wieder in die Spur zu bringen und die mentale Balance wiederzufinden. „Wir müssen unser Emotionsniveau anpassen“, so Krickau. „Die Serben und unser Italiener kommen mit einer WM-Qualifikation zurück, unser Österreicher Lukas Herburger mit einer großen Enttäuschung, die deutschen und dänischen Spieler mit Testspiel-Lockerheit – das ist jetzt die nächsten zwei Tage unsere Aufgabe, schnell in unsere Berlin-Spur zurückzukommen.“

Andersson-poker: risiko im saisonfinale?
Ein weiterer Faktor, der die Situation zusätzlich verkompliziert, ist die ungewisse Zukunft von Lasse Andersson. Der dänische Weltmeister steht vor einem Dilemma, nachdem sein Verein HØJ Elite Håndbold überraschend aus der 1. Liga abgestiegen ist. Die Füchse Berlin erwägen, Andersson zu halten, obwohl dies für ihn persönlich keine ideale Lösung wäre. Krickau zeigt sich zwar gelassen, räumt aber ein, dass die Situation eine Belastung darstellt: „Lasse ist da ganz cool, für Unruhe sorgt das nicht. Aber jeder hat gesehen, wie gut Lasse in den letzten Spielen gespielt hat. Und natürlich brauchen wir für die letzten Spiele jedes Prozent Fokus für unsere Leistung, und da wird er natürlich gestört. Das ist keine Frage. Aber die Frage ist mehr: Wie behandeln wir das zusammen mit Lasse, damit er in der Spur bleiben kann?“
Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die mentale Stabilität der Mannschaft zu gewährleisten und die offenen Fragen um Andersson zu klären. Nur so können die Füchse Berlin ihre Ambitionen im Kampf um die Champions League Qualifikation realistisch verfolgen. Die Konzentration liegt auf dem Spielfeld – und im Kopf.
