Wolfsburg: sieg gegen union – jetzt zählt nur der durchmarsch!

Die Erleichterung war greifbar, der erste Rückrunden-Sieg endlich in der Tasche: Der VfL Wolfsburg hat am vergangenen Wochenende gegen Union Berlin mit 2:1 die Durststrecke beendet. Doch die Wölfe dürfen sich nicht lange auf diesen Erfolg besinnen, denn der Kampf um den Klassenerhalt ist noch lange nicht entschieden. Dieter Hecking, der Coach, weiß das nur zu gut.

Die tabelle lügt nicht: zwei punkte vorsprung auf st. pauli

Zwei Punkte trennen den VfL derzeit vom rettenden Ufer, dem FC St. Pauli. Ein Vorsprung, der trügerisch wirkt, wenn man bedenkt, dass die Wolfsburger mit nur sechs Punkten Tabellenletzter der Rückrundentabelle sind. Der Druck ist immens, doch Hecking versucht, die Ruhe zu bewahren. "Ich glaube, wenn man zwölf Spiele nicht gewonnen hat und massiv in der Kritik steht, dann ist so ein Sieg etwas freisetzend," kommentierte er die jüngsten Ereignisse. Die Erleichterung ist spürbar, aber sie darf nicht in Selbstgefälligkeit umschlagen.

Die kommenden Aufgaben sind alles andere als leicht. Nach dem Duell gegen seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach warten noch der SC Freiburg, der FC Bayern und der direkte Konkurrent St. Pauli auf die Wolfsburger. Ein hartes Los, das höchste Konzentration und mentale Stärke erfordert.

Hecking blickt zurück, schaut nach vorn

Hecking blickt zurück, schaut nach vorn

Für Dieter Hecking ist das kommende Spiel gegen Gladbach eine Reise in die Vergangenheit. Zwischen 2016 und 2019 trainierte er die Fohlen und pflegt ein gutes Verhältnis zum Verein. "Ich war lange Teil dieses Ganzen, und das prägt einen natürlich auch," so Hecking, der betonte, dass am Samstag nur der VfL Wolfsburg zählt. Die Vergangenheit ist vergangen, die Zukunft liegt in den eigenen Händen.

Die Hoffnung ruht auf der Rückkehr wichtiger Spieler in den Kader. Jesper Lindström, Mattias Svanberg und der Torwart Marius Müller standen zuletzt gegen Union Berlin bereits wieder zur Verfügung und könnten das Team verstärken. Kapitän Maximilian Arnold, der kürzlich sein 400. Bundesliga-Spiel für den VfL absolvierte, wird vorerst weiterhin von der Bank kommen, da er noch mit einer Verletzung zu kämpfen hat. "Er nimmt diese Rolle an und ist für uns ein sehr, sehr guter Kapitän," lobte Hecking seinen Führungsspieler. Seine Erfahrung und sein Kampfgeist werden in der entscheidenden Phase der Saison unbezahlbar sein.

Rechenspiele sind zwecklos, betonte Hecking. Es gilt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die eigenen Leistungen zu verbessern. "Man darf auch nicht zu früh All-in gehen, es sind eben noch vier Spiele und es können noch kuriose Ergebnisse passieren." Die Wolfsburger müssen sich darauf verlassen, dass sie ihre Aufgaben erfüllen und die Punkte selbst holen – ohne auf das Ergebnis anderer zu schauen. Der Fokus liegt auf dem, was sie beeinflussen können: ihre eigene Leistung auf dem Platz.

Die jüngste Niederlage gegen Union Berlin hat ein Lebenszeichen gesendet, nun müssen die Wölfe nachlegen. Die Fans in Wolfsburg hoffen auf einen Sieg gegen Gladbach und einen weiteren Schritt in Richtung Rettung. Die Saison ist noch nicht verloren, aber es gilt, jetzt zu handeln.