Wolfsburg rutscht dem abstieg entgegen – hsv entführt drei punkte nach drei elfern
Der VfL Wolfsburg ist nicht mehr zu retten. Im achten Pflichtspiel nacheinander blieb die Mannschaft von Daniel Bauer ohne Sieg, kassierte gegen den Hamburger SV eine 1:2-Heimpleite und rutschte auf Platz 17 ab. Drei Elfmeter entschieden die Partie, zwei davon verwandelten die Gäste. Die Fans verließen die Arena, als hätten sie bereits die 2. Liga vor Augen.
Der däne trifft, doch der hsv antwortet kalt
Christian Eriksen hatte den VfL per Strafstoß in Führung gebracht, doch Luka Vuskovic glich noch vor der Pause aus. Der Kroate profitierte von einem klaren Foul von Moritz Jenz, trat selbst an und ließ Kamil Grabara keine Abwehrchance. Der Pole war es auch, der kurz darauf einen Freistoß von Jean-Luc Dompé gerade noch entschärfen konnte – doch das war nur ein kurzer Atemzug für die Hausherren.
Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Partie vor sich hin, bis Jonas Adjetey in der 58. Minute Vuskovic im Strafraum festhielt. Dompé trat an, schob ein, machte das 2:1 – und die Wolfsburger Kurve verstummte. Kein Aufbäumen folgte, keine Idee, kein Durchbruch. Die Niedersachsen wirkten wie ein Team, das sich selbst nicht mehr glaubt.

Bauer steht mit dem rücken zur wand
Trainer Daniel Bauer, erst im November nachgeordnet, muss um seinen Job fürchten. Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung hatte bereits vor dem Spiel über ein möghes Ende spekuliert – nun dürfte die Entscheidung nur noch Formsache sein. Dieter Hecking, Friedhelm Funkel und Thomas Reis werden als Nachfolger gehandelt. Die Liste liest sich wie ein Notfallplan, nicht wie eine Perspektive.
Für den HSV bedeutet der Sieg Luft im Abstiegskampf. Mit jetzt 26 Punkten haben die Hanseaten den Anschluss an das Mittelfeld wiederhergestellt. Die Fans sangen bis in die Nacht hinein, die Spieler feierten mit ihnen – als hätten sie gerade das Finale gewonnen. In Wolfsburg dagegen herrscht Endspielstimmung, nur ohne Happy End in Sicht.
