Hoffenheim schießt heidenheim in die 2. liga – prass trifft doppelt

Die TSG Hoffenheim hat den 1. FC Heidenheim mit einem 4:2-Schlag ins Delirium geschossen – und den Abstieg der Heidenberger praktisch besiegelt. Alexander Prass erzielte vor 15.000 im Voith-Arena mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack die Tore zum 1:0 und 2:0, ehe Fisnik Asllani und Tim Lemperle nachlegten. Luca Kerber traf zweimal, aber sein zweiter Treffer war nur noch Ergebniskosmetik.

Prass lässt heidenheims abwehr alt aussehen

Prass, 22, Österreicher, bislang eher Teilzeitspieler, wurde zur Killer-Null. In der 26. Minute schlenzte er nach Doppelpass mit Asllani aus 16 Metern – Lattenunterkante, rein. Kurz vor dem Pausenpfiff tunnelte er Keeper Diant Ramaj nach Steilpass von Andrej Kramaric; der VAR nahm sich 210 Sekunden Zeit, hob Abseits auf, das Tor zählte. Heidenheim stand wie gelähmt.

Cheftrainer Christian Ilzer fehlte mit Grippe, Co-Trainer Moritz Volz dirigierte von der Bank. Sein Gegner Frank Schmidt wechselte fünfmal – vergeblich. Die Schmidt-Offensive wirkte wie ein Puzzle mit fehlenden Teilen, die Defensive wie ein offenes Tor. Nach der Pause schob Asllani den Abpraller zum 3:0 über die Linie, ehe Kerber per Abstauber verkürzte. Lemperles 4:1 schien die Entscheidung, Kerbers Kopfball-Abfälscher zum 2:4 kam zu spät.

Twelve in a row – heidenheims horror-serie

Twelve in a row – heidenheims horror-serie

Zwölf Spiele ohne Sieg, nur sieben Punkte aus den letzten 14 Partien – die Statistik schreit Abstieg. Die Voith-Arena verstummte nach dem Schlusspfiff, Schmidt schüttelte nur den Kopf. „Wir haben wieder zu spät reagiert“, sagte er, „die Liga bestraft jede Unachtsamkeit.“ Hoffenheim klettert auf Platz fünf, die Champions-League rückt näher.

Am nächsten Samstag empfangen die Kraichgauer den VfL Wolfsburg, während Heidenheim bei Eintracht Frankfurt antreten muss – ein Ort, an dem die Hessen dieses Jahr kaum jemanden gewinnen lassen. Für Heidenheim wird die Reise nach Frankfurt wohl die letzte sein, bevor der Klassenfall offiziell besiegelt ist. Die TSG dagegen feiert den Befreiungsschlag – und Ilzer kann im Bett mit einem Lächeln liegen bleiben.