Wölfe würzburg verlieren torwart-talent bogojevic und eigengewächs grömling
Die Wölfe Würzburg müssen sich in der kommenden Saison ohne zwei feste Größen aus dem aktuellen Kader schlagen. Marko Bogojevic und Tyler Grömling verlassen das Wolfsrudel – aus unterschiedlichen, aber ebenso nachvollziehbaren Gründen.
Verlassen die wölfe: zwei karrieren, zwei abschiede
Für Marko Bogojevic war klar: Der Weg in Würzburg führt nicht zu dem Ziel, das er sich vorgenommen hatte. Der österreichische Schlussmann, 2005 geboren, kam vor dieser Spielzeit aus Bregenz und avancierte rasch zur Deckungstruppe. In Dauerfeuer-Phasen hielt er dem Team den Rücken frei, sprang ein, wenn der etatmäßige Keeper ausfiel. Doch die Spielanteile blieben unter seinen Erwartungen. „Meine sportlichen Vorstellungen und der eingeschlagene Weg hier“, sagt er, „passten nicht zusammen.“
Also kehrt er nach Österreich zurück, widmet sich dem Jura-Studium und schlägt eine neue sportliche Schlacht. Der Abschied fällt trotzdem schwer: „Die Fans haben uns getragen, die Kabine war Familie.“
Tyler Grömling wiederum ist ein Produkt des eigenen Nachwuchsprogramms. Geboren 2006, aus der DJK Rimpar kommend, trainierte der Rechtshänder jahrelang in denselben Hallen, in denen er später mit der Lizenzmannschaft auflief. Seine Spielminuten stiegen von Woche zu Woche. Roland Sauer, Geschäftsführer der Wölfe, spricht offen von „einem wichtigen Baustein für die Zukunft“. Doch die Zukunft findet außerhalb Würzburgs statt: Das angestrebte Studium wird dort nicht angeboten, also sucht Grömling eine neue Heimstatt – mit sportlichem Anspruch und beruflichem Nebenfach.

Kaderumbau statt aufstiegsträume
Die Personalien stehen in einem größeren Kontext. Nachdem der Verein freiwillig auf die 2.-Liga-Lizenz verzichtet hatte, lautete die offizielle Begründung: „Kaderumbruch“. Die beiden Abgänze markieren den Auftakt. Die sportliche Leitung muss nun neue Akteure finden, die dieselbe Energie mitbringen, aber eben auch Spielzeit fordern.
Für die Fans bedeutet das: Die neue Saison in der 3. Liga Süd wird ohne zwei bekannte Gesichter starten. Einer kehrt in die Heimat, der andere sucht das Studium – beide verlassen Würzburg mit einem klaren Plan. Die Wölfe bleiben zurück, hungrig, aber erneut im Umbruch. Der nächste Neuzugang muss mehr sein als nur ein Ersatz – er muss die Lücke füllen und die Tribüne erhitzen.
