Wöber raus, alaba dabei: öfb-camp spaltet sich vor südkorea-test

Maximilian Wöber hat am Samstagabend den ÖFB-Campus in Wien verlassen – ohne Abschiedstraining, ohne Einsatzgarantie, aber mit zähen Muskelproblemen im Gepäck. Der Bremer Abwehrspieler war ohnehin nur außerplanmäßig nominiert worden, ein Einsatz im Test gegen Südkorea galt intern als „nicht sinnvoll“. Nun ist er der erste Abgang im März-Lehrgang.

Lawal fehlt, alaba schwitzt

Lawal fehlt, alaba schwitzt

Während Wöbers Ausfall erwartet war, sorgte Tobias Lawal für einen Nachmittagseinschub im Lazarett. Der RSC-Anderlecht-Torhüter blieb wegen Adduktorenreizungen in der Kabine – ein kleiner Rückschlag, nachdem er zuletzt als Nummer eins hinter Manprit Sarkaria gehandelt wurde. Dafür kehrten David Alaba, Xaver Schlager und Konrad Laimer auf den Rasen zurück. Die drei Musketiere der Nations-League-Saison absolvierten ein individuelles Sprint- und Ballprogramm, bevor sie ins Mannschaftstraining einstiegen. „Wir wollen sie nicht schonen, wir wollen sie schützen“, sagte Co-Trainer Klaus Lindenberger, ohne ins Detail zu gehen.

Die Zahlen sprechen trotzdem eine andere Sprache: Mehr als 30.000 Tickets sind bereits für das Freundschaftsspiel am Dienstag im Ernst-Happel-Stadion verkauft. Die Schwarzmarkt-Preise klettern auf 120 Euro für Stehplätze – ein Indiz dafür, wie hungrig das Publikum nach einem Aufgalopp ist, nachdem das Team von Ralf Rangnick zuletzt drei Siege in Folge einfuhr.

Doch der Kader wackelt. Rangnick hatte ursprünglich 25 Spieler nominiert, jetzt sind es 23. Wöbers Ausfall entlastet die Innenverteidigung, doch die Frage nach der Linksverteidiger-Alternatriere bleibt offen. Alaba trainierte gestern nur mit der rechten Seite, Stefan Lainer übernahm die linke Außenbahn – ein Experiment, das in Rangnicks 4-2-2-2 schon in der Theorie wackelt.

Die Uhr tickt. In 48 Stunden steht Südkorea im Happel-Stadion bereit, ein Gegner, der seine letzten fünf Spiele nicht verloren hat. Für Österreich geht es um den siegten Sieg in Serie – und um die Frage, wer nach Wöbers Abgang die Rückraum-Kommandos übernimmt. Die Antwort liefert der Platz, nicht das Protokoll.