Wnba-star sophie cunningham stellt curling in frage: sport oder hobby?
- Wnba-star cunningham wundert sich über die beliebtheit von curling
- Cunninghams zweifel an der sportart
- Curling: mehr als nur ein „hausfrauen-sport“
- Die strategische komponente von curling
- Die geschichte des curling bei den olympischen spielen
- Wie funktioniert curling?
- Sophie cunningham: ein blick auf ihre karriere
Wnba-star cunningham wundert sich über die beliebtheit von curling
Curling, die faszinierende Eisdisziplin, zieht alle vier Jahre bei den Olympischen Winterspielen tausende Fans in ihren Bann. Doch nicht jeder versteht den Reiz dieses Sports. Die US-amerikanische Basketballspielerin Sophie Cunningham (29) von den Indiana Fever äußerte im Podcast „Show Me Something“ ihre Skepsis und stellte die Frage, was Curling überhaupt zu einer Sportart macht und warum es olympisch ist.
Cunninghams zweifel an der sportart
„Ich verstehe Curling nicht“, so Cunningham offen. „Ich verstehe nicht – was macht etwas erstens zu einem Sport und nicht zu einem Hobby? Und zweitens, wer entscheidet, dass es eine olympische Sportart ist?“ Ihre Aussagen haben in der Curling-Community für Aufsehen gesorgt. Sie betonte jedoch, dass sie die Leistung der Athleten nicht abwerten möchte, sondern einfach ihre Verwunderung ausdrückt. „Ich will diese Athleten nicht abwerten, weil ich weiß, dass ich nicht das tun könnte, was sie tun. Aber ich schaue mir einfach einige dieser Dinge an und denke mir: Okay, wie oder warum?“

Curling: mehr als nur ein „hausfrauen-sport“
Dirk Hannawald, Präsident des Klubs „Curling in Berlin“, widersprach Cunninghams Einschätzung entschieden. Er betonte gegenüber „WELT“, dass Curling längst kein „Hausfrauen-Sport“ mehr ist. „Oh ja. Es war mal als Hausfrauen-Sport verschrien, das ist es aber nun wirklich nicht.“ Curling erfordere eine hohe strategische Tiefe und werde daher auch als „Schach auf dem Eis“ bezeichnet.
Die strategische komponente von curling
Hannawald erklärt, dass viele Menschen Curling immer noch unterschätzen und den Sport als gemütlich empfinden, bei dem man lediglich mit dem Besen schwingt. Dieses Klischee bröckle jedoch zunehmend in der Öffentlichkeit. Curling sei eine komplexe Kombination aus Athletik, Konzentration und Strategie. Die körperliche Anforderung an die Sportler sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Die geschichte des curling bei den olympischen spielen
Curling hat eine lange Tradition und ist seit den Olympischen Spielen 1998 in Nagano/Japan fester Bestandteil des olympischen Programms, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Die USA konnten bereits Erfolge feiern: 2018 gewann das US-Herren-Team Gold und 2026 folgte Silber im Mixed-Doubles-Turnier. Die Familie Kapp gilt als eine Curling-Dynastie, wobei Opa, Papa und Enkel gemeinsam die Sportart ausüben.
Wie funktioniert curling?
Beim Curling wird ein Granitstein über eine über 40 Meter lange Bahn geschoben. Ziel ist es, die eigenen Steine näher an die Mitte des Zielkreises, das sogenannte „Haus“, zu bringen als das gegnerische Team. Die Spieler nutzen ihre Besen, um die Bahn zu beeinflussen und die Geschwindigkeit und Richtung des Steins zu kontrollieren. Strategie und Präzision sind dabei entscheidend.
Sophie cunningham: ein blick auf ihre karriere
Sophie Cunningham selbst hat bisher noch nicht an Olympischen Spielen als Sportlerin teilgenommen. Nach fünf Jahren bei den Phoenix Mercury wechselte sie 2025 zu den Indiana Fever. Ihre Karriere konzentriert sich bislang auf den Basketball, doch ihre Äußerungen zu Curling zeigen, dass sie sich auch für andere Sportarten interessiert und diese kritisch hinterfragt.
