Wm-skandal in den usa: fifa weist forderungen nach fahrkostenübernahme zurück
Die Fußball-Welt hält den Atem an: Während die Vorbereitungen für die WM in den USA, Mexiko und Kanada auf Hochtouren laufen, eskaliert der Streit um die Transportkosten für die Fans. US-Politiker fordern von der FIFA, die Kosten für den Weg zu den Spielen zu übernehmen – eine Forderung, die der Weltverband mit deutlicher Überraschung zurückweist.

Hohe ticketpreise treffen fans hart
Die Berichte aus einigen US-Städten sind alarmierend. Für Fahrten zwischen Manhattan und dem MetLife Stadium in New Jersey werden über 100 US-Dollar fällig, in Boston steigen die Buspreise auf 95 US-Dollar und die Bahntickets auf 80 US-Dollar. Diese exorbitant anmutenden Preise haben bei vielen Fans in Europa für Empörung gesorgt. Die FIFA argumentiert, dass die Host-City-Vereinbarungen von 2018 kostenlosen Transport vorsähen, diese aber aufgrund der finanziellen Belastung angepasst wurden.
Gouverneurin Mikie Sherrill von New Jersey schoss scharf gegen die FIFA. Sie kritisierte die Diskrepanz zwischen den enormen Einnahmen der FIFA – 11 Milliarden US-Dollar – und den 48 Millionen US-Dollar, die NJ Transit für den sicheren Transport der Fans benötigt. „Die FIFA sollte für die Fahrten zahlen“, forderte Sherrill bei X. Auch Minderheitsführer Chuck Schumer unterstützte diese Forderung.
Die FIFA kontert mit Verweis auf Großveranstaltungen: In einer Stellungnahme an das SID betonte ein Sprecher des Weltverbandes, dass es kein anderes Großereignis, „einschließlich großer Sportveranstaltungen, weltweiter Konzerttourneen usw.“, kenne, bei dem die Veranstalter für den Fantransport aufkommen mussten. Die FIFA sieht die WM als eine Veranstaltung mit Millionen von Besuchern und erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen.
Im Gegensatz dazu standen die WM 2022 in Katar und die EM 2024 in Deutschland, wo Fans mit einem Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhielten. Das deutsche Nationalteam trifft am 25. Juni in New York/New Jersey auf Ecuador, und in der K.o.-Runde könnten Spiele in Boston folgen. Es bleibt abzuwarten, ob der Druck der US-Politiker die FIFA doch noch zum Umdenken bewegt und ob die Fans von den horrenden Transportkosten entlastet werden.
Die aktuelle Situation wirft ein schlechtes Licht auf die Organisation der WM und könnte das Image des Fußballs nachhaltig beschädigen. Die FIFA muss handeln, um das Vertrauen der Fans nicht weiter zu verspielen.
