Wm-qualifikation liefert erste paukenschläge: türkei blitzt auf, georgien fliegt raus
Die Handball-Welt ist auf den Kopf gestellt. Nach dem EM-Desaster mussten gestandene Nationen schon in die Quali-Runde zwei, und wer erwartet hätte, dass dabei alles glatt läuft, lag falsch. Georgien ist raus, Polen marschiert, und die Türkei schreibt ein Märchen mit Tor-Differenz-Happy-End.
Georgiens traum zerbricht in telawi
Beide Spiele gegen Israel fanden in der georgischen Provinz statt – wegen des Kriegs im Nahen Osten ein Stück Normalität, die sich als Falle entpuppte. Nach dem 29:32 im Auftaktspiel reichte auch ein 30:28 im Rückspiel nicht. Giorgi Tskhovrebadze warf zwölfmal ein, aber seine Mitspieler fanden kein Mittel gegen Israels temporeiches 3-2-1. Erstmals seit 2019 fehlt Georgien in einem WM-Rennen, ein Schock für Tiflis.

Türkei dreft rumänien mit letztem atemzug
32:37 in Ankara – eigentlich ein Grab. Doch in Istanbul verwandelte ein 37:31 in einen 6-Tore-Sieg, und weil das Hinspiel nur fünf Tore Unterschied hatte, rettet ein einziges Tor den Türken das Ticket. Doruk Pehlivan traf postwendend zum 37:31, die rumänische Bank schrie sich heiser, die Uhr lief aus. Norwegen wartet im Play-off, für das türkische Team wäre es die Premiere auf WM-Boden.

Polen und serbien liefern machwerke
Kamil Syprzak kehrte zurück, Mikolaj Czaplinski wurde Topscorer – 33:24 und 33:25 gegen Lettland, das ist kein Zufall, sondern Programm. Österreich bekommt es im Mai mit einem Laufstall zu tun, der schon in der Vorrunde der EM nur knapp an der Überraschung vorbeischrammte. Serbien dagegen zeigt Litauen die kalte Schulter: 42:25, dann 33:24, Dejan Milosavljev parierte 21 Bälle in Spiel eins, Dragan Pechmalbec warf zehn Tore. Ungarn ahnt, was auf sie zukommt.

Kosovo verspielt große chance
Ein 34:21 in Sarajevo war die Visitenkarte, doch daheim gegen Bosnien-Herzegowina reichte nur ein 33:29. Benjamin Burić und Co. laufen nun gegen die Färöer, während der Kosovo erneut auf das Ticket wartet. Die Fangquote von Zoran Radi (50 %) war am Ende nur ein Fußnote.

Die play-off-paarungen im überblick
Slowakei – Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina – Färöer, Tschechien – Frankreich, Schweiz – Italien, Montenegro – Slowenien, Serbien – Ungarn, Spanien – Israel, Griechenland – Niederlande, Norwegen – Türkei, Österreich – Polen. Zehn Plätze sind noch frei, die Auslosung verspricht Brisanz bis zum Abpfiff.
Für die deutsche WM 2027 sind bereits 19 Teams fix, doch wer jetzt noch glaubt, die großen Namen seien automatisch dabei, lernt es am Sonntagabend neu: Handball kennt kein Anrecht, nur 60 Minuten Wahnsinn.
