Wm-auftakt in mexiko-stadt: chaos droht!

Sechs Stunden bleiben uns, bis der Anpfiff zum WM-Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt erwartet wird. Doch statt sportlicher Höhepunkte zeichnet sich ein logistisches Fiasko ab, das den glamourösen Start ins Turnier überschatten könnte.

Demonstrationen und verkehrsanarchie stellen fans vor herausforderungen

Demonstrationen und verkehrsanarchie stellen fans vor herausforderungen

Die Sicherheitsvorkehrungen des mexikanischen Staates beginnen bereits anderthalb Kilometer vom Azteca-Stadion entfernt – die sogenannte 'letzte Meile' – doch das ist nur die halbe Wahrheit. Gleich sieben antigouvernementale Demonstrationen sind in unmittelbarer Nähe des Stadions und in der gesamten Stadt angekündigt. Diese Proteste bergen die reale Gefahr, den Zugang für die erwarteten tausenden Zuschauer erheblich zu erschweren. Es ist ein Drahtseilakt zwischen Fußballfieber und politischer Unruhe.

Glücklicherweise scheint das Wetter mitzuspielen. Meteorologen geben Entwarnung: Der Regen soll bereits um 07:30 Uhr aufhören, und Gewitter sind zum Spielzeitpunkt unwahrscheinlich. Allerdings bleiben die Pfützen der vergangenen Tage bestehen und werden den Weg zum Stadion zusätzlich erschweren. Das ist ein zusätzlicher Stolperstein für die Fans.

Das größte Problem ist jedoch der Verkehr. Trotz der Anordnung eines 'schulfreien' und 'arbeitsfreien' Tages – eine Maßnahme, die offensichtlich darauf abzielt, den Weg zum Azteca zu erleichtern – herrscht in Mexiko-Stadt ohnehin chronischer Stau. Und heute wird er unmöglich sein. Die Straßen sind verstopft, und die Nerven liegen blank.

Die Behörden raten dazu, bereits um 08:00 Uhr morgens aufzubrechen – fünf Stunden vor dem Anpfiff. Die Stadiointren öffnen dann ebenfalls ihre Pforten. Um 11:30 Uhr beginnt die Eröffnungsfeier, bevor das Spiel um 13:00 Uhr endlich beginnt. Wer pünktlich sein will, muss sich auf eine Geduldsprobe einstellen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit und eine Herausforderung für die Organisatoren, die mit einem potenziellen Massenandrang konfrontiert sind.