Wilander zündet: zverev löst tabu, italiens tennis-revolution jagt schweden 1982

Mats Wilander sieht Rot – und damit meint er nicht die roten Ziegel von Roland Garros, sondern das pure italienische Tennis-Feuer. Der legendäre Schwede, 1982 als 17-Jähriger selbst Paris erobert, zieht eine Parallele, die Fans aufhorchen lässt: „Diese Azzurri-Generation erinnert mich an mein Schweden, als Borg uns mitgerissen hatte.“

Warum cobolli ihn aus dem konzept warf

Wilander sitzt in der Kommentar-Box, seine Stimme glüht: „Flavio Cobolli? Völlig unterschätzt. Der Junge spielt auf Sand wie ein Veteran und hatte letztes Jahr schon das Viertelfinale in Wimbledon. Das ist kein One-Surface-Pony, das ist ein Racehorse.“ Für Matteo Berrettini hingegen schwingt echte Trauer mit. „Ich habe die ganze Woche für ihn angefeuert. Er hätte dieses Finale verdient.“

Zverevs mentale wende: von kollaps-kandidat zu champion

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Der Deutsche, jahrelang als „choker“ verrissen, riss das Narrativ mit letzter Kraft an sich. „Er hat Druck in Energie verwandelt“, so Wilander. „Kaum Sinner und Djokovic raus, war klar: Jetzt oder nie. Und er hat jeden Satz besser gemacht.“ Die Konsequenz: „Sinner und Alcaraz können sich warm anziehen – Sascha kommt ran.“

Janniks ermüdung und djokovics letzter trumpf

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Was war mit Sinner? „Nur körperliche Leere. Zwei Monate Vollgas, kaum Regeneration. Er hat sich jetzt zwei Wochen komplett runtergefahren, wird in Wimbledon explodieren.“ Und Djokovic? „In Paris hat ihn Fonseca ausgeknockt, aber auf Gras kürzen sich die Distanzen. Da reichen fünf Leute auf der Welt, ihn zu schlagen – nicht 20.“ Rekordjagd Nummer 25 bleibt für Novak lebendig.

Jodar, fonseca, mensik: die neue garde

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Wilanders Augen leuchten, wenn er über die Kids spricht: „19, 20 Jahre, keine Last, nur Lust. Mensik hat einen Tick Vorsprung, aber Jodar wirkt schon wie 28. Sie können frei aufspielen, weil Sinner und Alcaraz die Scheinwerfer füllen. Perfekte Tarnkappe für die Reife.“

Als ich ihn frage, ob er selbst 1982 eigentlich unter Druck stand, lacht er. „Mein größtes Problem war, dass ich nur bis zum Viertelfinale gebucht hatte. Nach dem Titel musste ich meinen Rückflug umbuchen – das war meine einzige Panik.“ Italien bucht gerade Kollektivtickets für die kommenden Jahre. Und die Koffer sind noch lange nicht voll.