Wm 2026: nagelsmann vor startelf-poker – müller mahnt zur ruhe

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich bereits vorzeitig für die K.o.-Runde der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Zwei souveräne Siege gegen Curaçao und die Elfenbeinküste besiegelten den Gruppensieg, doch der letzte Test gegen Ecuador am Sonntagabend (22 Uhr) birgt nun taktische Fragen.

Nagelsmann experimentiert – oder setzt auf kontinuität?

Bundestrainer Julian Nagelsmann steht vor einer Gratwanderung. Soll er die Gelegenheit nutzen, um frische Kräfte im Blick auf die anspruchsvollen K.o.-Spiele einzusetzen, oder setzt er auf die bewährte Formation, die bisher so zuverlässig funktionierte? Der ehemalige Nationalspieler Thomas Müller, der als Experte bei MagentaTV analysiert, rät zur Vorsicht. „Ich würde so spielen lassen, wie ich spielen lassen will in der K.o.-Runde“, empfiehlt Müller. „Vielleicht mit der einen oder anderen Anpassung, aber nicht, um Kadermanagement zu betreiben.“

Die Situation wird durch den Ausfall von Nico Schlotterbeck (26) für die restliche WM zusätzlich kompliziert. Ein bitterer Verlust, wie Jürgen Klopp betonte. „Es ist eine absolute Katastrophe“, so Müller in seiner Analyse.

Chance für tah und rüdiger?

Chance für tah und rüdiger?

Der Ausfall Schlotterbecks eröffnet Jonathan Tah und Antonio Rüdiger die Möglichkeit, sich als neues Abwehrduo zu beweisen. Nagelsmann könnte diese Chance nutzen, um das Zusammenspiel der beiden Innenverteidiger zu testen. Klopp stimmt zu: „Die Jungs unter Strom halten, aber auf eine nicht überzogene Art und Weise. Bislang sind alle mit ihren Rollen zufrieden.“

Die Entscheidung liegt nun bei Nagelsmann. Er muss abwägen, ob er das Risiko eines Umbruchs eingehen will oder ob er auf die Stabilität der bisherigen Aufstellung setzt. Die Zeichen stehen jedoch darauf, dass der Bundestrainer dem bewährten Weg folgen und das Momentum der Mannschaft bewahren wird. Denn wie Müller so treffend sagte: „Druff!“ – Einfach machen und auf das konzentrieren, was bisher funktioniert hat.