Schweres erbe auf dem everest: bergsteigerleiche wird geborgen

Nach fast drei Jahrzehnten soll nun das Rätsel um den seit 1996 auf dem Mount Everest liegenden Bergsteiger gelöst werden: Eine indische Expedition plant die Bergung und Rückführung der sterblichen Überreste, bekannt als 'Green Boots'. Die Identität des Mannes ist bis heute ungeklärt, was die Geschichte um eine zusätzliche Tragik verstärkt.

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Die 'green boots': ein makabres wahrzeichen in der todeszone

Der Bergsteiger, der durch seine auffälligen, neonfarbenen Koflach-Stiefel sein markantes Aussehen erhielt, liegt seit über 30 Jahren in einer Grotte in fast 8.500 Metern Höhe, der sogenannten 'Green Boots Höhle'. Sherpas und Bergsteiger müssen seit Jahrzehnten an diesem Punkt vorbeikommen, ein stummer Zeuge der Gefahren des Mount Everest.

Dawa, ein Sherpa, der 'Green Boots' 2003 fand, beschrieb die Erfahrung so: 'Du siehst ihn und fragst dich, ob du selbst eines Tages so enden wirst. Aber du weißt, dass du weiterkommen musst, deinen Kopf frei halten und dich konzentrieren musst.' Die Begegnung mit dem Leichnam ist für jeden Bergsteiger ein schockierendes Erlebnis, das die eigene Sterblichkeit in scharfer Deutlichkeit vor Augen führt.

Die Tragödie von 1996: 'Green Boots' wurde 1996 in einer verheerenden Sturmkatastrophe aufgefunden. Drei Bergsteiger kamen bei dem Unglück ums Leben, das zu einem der tödlichsten Tage in der Geschichte des Everest-Besteigens wurde. Die Expedition, die als erste indische Gruppe die Ostseite des Berges über die Nordostgrat-Route in Angriff nehmen wollte, scheiterte an den Naturgewalten. Es wird vermutet, dass es sich bei 'Green Boots' um den indischen Bergsteiger Tsewang Paljor oder seinen Begleiter Lance Naik Dorje Morup handelt, die beide in dem Sturm verschwanden.

Noel Hanna, ein erfahrener Alpinist, erinnert sich: 'Es ist unmöglich, die Person zu ignorieren, die dort liegt.' Schätzungen zufolge ruhen etwa 200 Leichen auf den Hängen des Everest – viele sind aufgrund der extremen Bedingungen und der Gefahren, die mit Rettungsaktionen in diesen Höhen verbunden sind, unzugänglich. Einige wurden von Lawinen verschüttet, andere sind in tiefe Spalten gefallen, während wieder andere wie 'Green Boots' die Routen markieren, die Bergsteiger auf ihrem Weg zum Gipfel begehen.

Die bevorstehende Bergungsaktion stellt eine enorme logistische und ethische Herausforderung dar. Nicht nur die Höhe und das Risiko von Wetterumschwüngen erschweren die Aufgabe, sondern auch die Frage, ob es überhaupt richtig ist, die sterblichen Überreste von Bergsteigern, die ihr Leben für ihren Traum gegeben haben, zu bergen. Die Geschichte von 'Green Boots' ist ein Mahnmal für die Schönheit und die tödliche Gefahr des Mount Everest, ein Ort, an dem Träume wahr werden und Leben enden können.