Wm 2026: iran und kongo in ernsthafter gefahr – krieg und ebola bedrohen die teilnahme
Nur noch zwei Wochen trennen uns vom Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, doch der Traum von der Teilnahme für Iran und Demokratische Republik Kongo droht zu platzen. Politische Spannungen und eine medizinische Krise stellen die WM-Teilnahme dieser Teams vor beispiellose Herausforderungen.
Iran im visier politischer konflikte
Die Beziehung zwischen dem Iran und den USA, einem der Co-Gastgeber des Turniers, ist seit Jahren angespannt. Dieser Konflikt hat nun direkte Auswirkungen auf die WM-Vorbereitungen des iranischen Nationalteams. Ursprünglich war geplant, dass das Team in Tucson, Arizona, seinen Sitz hat, doch aufgrund der politischen Lage wurde diese Entscheidung revidiert. Wie die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, hat sich der Iran nun an Mexiko gewandt, um einen Trainingsstützpunkt zu finden. „Die USA wollen nicht, dass sich die iranische Nationalmannschaft auf ihrem Territorium niederlässt“, so Sheinbaum.
Das Team Melli, wie die iranische Nationalmannschaft genannt wird, wird nun in Tijuana, Mexiko, trainieren. Allerdings bleiben offene Visa-Fragen bestehen, da einige Spieler ihre Anträge erst während des Trainingslagers in Ankara, Türkei, eingereicht haben. Zudem ist unklar, ob das Team überhaupt alle notwendigen Spiele in den USA bestreiten kann, da sowohl Begegnungen in Los Angeles als auch in Seattle anstehen. Ein ständiges Hin- und Her zwischen Tijuana und den USA erscheint kaum praktikabel. Ein weiterer Aspekt ist die Frage, ob die Teilnahme des Iran überhaupt im Sinne des eigenen Regimes ist, angesichts möglicher Proteste und Demonstrationen während der WM-Partien.

Ebola-krise stellt kongo vor unlösbare aufgabe?
Für die Demokratische Republik Kongo stellt die aktuelle Ebola-Krise ein noch größeres Problem dar. Laut Angaben der US-Regierung muss sich das Team nach der WM für 21 Tage in Isolation begeben, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Diese Quarantäne würde die Reise- und Trainingsmöglichkeiten des Teams erheblich einschränken. Das Team hatte eigentlich geplant, ab dem 11. Juni in Houston, USA, zu Quartier zu beziehen. Andrew Giuliani, WM-Verantwortlicher des Weißen Hauses, betonte die höchste Priorität der Sicherheit der Bevölkerung, der teilnehmenden Teams und der Fans.
Obwohl weder Trainer Sébastien Desabre noch ein nominierter Spieler sich kürzlich in der Heimat aufgehalten hatten, scheint die Lösung des Problems aus sportlicher Sicht möglich. Allerdings müssen die Fans auf eine Unterstützung vor Ort verzichten. Die FIFA steht nun vor der Herausforderung, diese komplexen Probleme zu lösen und sicherzustellen, dass alle qualifizierten Teams tatsächlich an der WM teilnehmen können. Die kurzfristigen Änderungen und die unsichere Lage werfen ernsthafte Fragen über die Organisation des größten Fußballturniers der Welt auf.
Die Situation ist angespannt, und es bleibt abzuwarten, ob Iran und Kongo rechtzeitig ihre Probleme lösen und doch noch in die Vereinigten Staaten reisen können. Die WM 2026 droht, zu einem Turnier der Ausnahmen zu werden, in dem politische und gesundheitliche Krisen die sportliche Leistung in den Hintergrund drängen könnten.
