Wm 2026: europas verbände rebellieren – 655 mio. locken, die kosten explodieren
Die FIFA pumpt 655 Millionen Dollar in den Preispool, doch ausgerechnet die reichen Europäer könnten trotzdem draufzahlen. Reisekosten, Spielerprämien und US-Steuern fressen selbst ein Achtelfinal-Budget von 15 Millionen Dollar auf – und der Französische Verband schlägt jetzt lautstark die Kasse.
Frankreichs paukenschlag erreicht zürich
Die UEFA leitet den Brief des FFF weiter: Die Gelder reichen nicht, wenn Mannschaften quer durch die USA fliegen, Spieler millionenschwere Siegprämien kassieren und jeder Bundesstaat seine eigene Steuerrechnung schickt. Die FIFA antwortet nicht, rechnet aber intern mit neun Milliarden Dollar Gesamtumsatz – ein Plus von 50 Prozent.
Der DFB plant bereits mit 400.000 Euro pro Spieler für den Titel, summiert auf 26 Profis sind das 10,4 Millionen Euro allein für die Prämie – fast das komplette Gruppen-Startgeld. Dazu kommen Quartierkosten in North Carolina, Charterflüge und ein Sicherheitspaket, das sich über Wochen zieht.

48 Teams teilen sich den kuchen – die stückelung schrumpft
Früher bekamen 32 Verbände 440 Millionen, jetzt teilen 48 Nationen 655 Millionen. Die Mathematik ist gnadenlos: Pro Kopf steigt die Quote kaum, die Ausgaben explodieren. Wer nur die Gruppenphase übersteht, kassiert neun Millionen, zahlt aber schon für 34 Tage Training, Betreuung und Logistik.
Die FIFA überweist zwar 1,5 Millionen Vorbereitungsgeld und übernimmt Hotel und Flug – doch die Steuerfahnder in Kalifornien, Texas oder New York warten schon. Bei der Frauen-WM 2023 schockten unterschiedliche australische Steuersätze mehrere Verbände; diesmal droht ein Flickenteppich aus 50 US-Staaten.
Gianni Infantinos Gehalt stieg erneut, neue Gremien schmücken den Kalender – und die Nationen fragen sich, ob das Fußballfest am Ende ein Minusgeschäft wird. Die Antwort liefert der Spielplan: Je länger die Reise, desto tiefer die rote Zahlen. Wer in Kanada landet und bis nach Miami muss, spielt nicht nur um den Titel, sondern um die schwarze Null.
