Wirtz: dfb-team nicht als wm-favorit sehen!

Ein klares Statement von Florian Wirtz: Trotz der Ambitionen und der neuen Dynamik unter Julian Nagelsmann sieht der Liverpool-Profi die deutsche Nationalmannschaft vor der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nicht unter den Top-Favoriten. Ein überraschender Einschätzung, die vor dem Turnierstart für Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Die premiere für den leverkusener im wm-format

Die premiere für den leverkusener im wm-format

Für Wirtz, der bereits 39 Länderspiele mit zehn Toren absolvierte, ist die WM im Sommer eine lange ersehnte Premiere. „Ich freue mich sehr auf meine erste Weltmeisterschaft“, betonte der 23-Jährige im Gespräch mit The Athletic. Die verpasste WM 2022 aufgrund eines Kreuzbandrisses wiegt schwer, doch der Fokus liegt nun auf der Zukunft. „Vor vier Jahren wäre es für mich noch etwas zu früh gewesen“, so Wirtz, der nun eine Schlüsselrolle im Team von Bundestrainer Nagelsmann anstrebt.

Ein zentraler Baustein für Nagelsmann: Wirtz möchte Verantwortung übernehmen und die Mannschaft unterstützen. „Dieses Mal möchte ich eine wichtige Rolle spielen, Verantwortung übernehmen und helfen, die Mannschaft anzuführen. Hoffentlich wird es ein großartiger Sommer“, erklärte der Mittelfeldspieler. Die vergangenen Turniere in Russland und Katar endeten für die DFB-Elf jeweils nach der Gruppenphase, doch Wirtz scheint entschlossen, diese Negativserie zu durchbrechen.

Die Gruppe E stellt eine interessante Herausforderung dar. Am 14. Juni trifft Deutschland auf Curaçao, gefolgt von Spielen gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni). Die Ausgangslage ist vielversprechend, doch Wirtz mahnt zur Bescheidenheit. Er weiß, dass der Weg zum Titel lang und steinig ist und dass es mehr braucht als nur eine gute Mannschaft und einen guten Trainer.

Die Einschätzung von Wirtz ist erfrischend ehrlich und zeigt eine gesunde Portion Realismus. Statt sich in unrealistischen Erwartungen zu verlieren, konzentriert er sich auf die Leistung des Teams und die individuelle Entwicklung. Ein Ansatz, der der DFB-Elf im Vorfeld des Turniers gut tun könnte. Denn eines ist klar: Nur mit Bodenständigkeit und harter Arbeit kann Deutschland in den USA, Kanada und Mexiko wirklich bestehen.