Wimbledon-vorbereitung: davidovich fokina auf erfolgskurs in mallorca
Die Vorbereitungen auf den prestigeträchtigen Rasentennis-Klassiker in Wimbledon laufen auf Hochtouren, und das Vanda Pharmaceuticals Mallorca Championships erweist sich als idealer Stopp für ambitionierte Spieler. Alejandro Davidovich Fokina, ein hoch gehandeltes Talent im ATP-Kreis, scheint sich optimal einzustimmen – und das bei sengender Hitze.
Davidovich fokina: fitness und selbstvertrauen nach intensiven wochen
Der Spanier, aktuell auf Platz 25 der Weltrangliste, hat eine Saison hinter sich, die von Verletzungen geprägt war. Doch die Anzeichen stehen gut, dass er in Santa Ponça, wo das ATP 250 Turnier unter der Ägide des Tennis-Legenden Toni Nadal ausgetragen wird, eine wichtige Formphase einläutet. „Wir haben in Queens gute Matches gespielt und in Roland Garros eine intensive körperliche Arbeit geleistet“, so Davidovich Fokina. „Ich fühle mich fit, und das macht mich auf dem Platz wettbewerbsfähiger.“
Neben Tsitsipas, Dardieri, Tabilo und Kyrgios zählt auch Davidovich Fokina zu den gefeierten Stars auf Mallorca. Sein Auftaktmatch in der Achtelfinale gegen den Australier Adam Walton, der sich zuvor überraschend gegen Kyrgios durchgesetzt hat (6:3, 6:4), verspricht ein spannendes Duell zu werden.

Mallorca als härtetest für wimbledon-klima
Davidovich Fokina sieht im Turnier in Mallorca eine strategische Chance, sich an die potenziell extremen klimatischen Bedingungen in Wimbledon zu gewöhnen. „Es gab schon Jahre, in denen es in Wimbledon unerträglich heiß war, andere, in denen es überhaupt nicht regnete“, erklärt er. „Wenn man die gesamte Vorbereitungszeit in London ohne Sonnenschein verbringt und dann bei Turnierenbeginn 35 Grad erlebt, ist man darauf nicht vorbereitet. Die Hitze in Mallorca tut mir gut – das ist ein wichtiger Faktor.“

Herausforderungen trotz hitze: fokus und mentale stärke
Die aktuelle Hitzewelle, die Teile Europas heimsucht, macht auch Mallorca zu einem Ort extremer Temperaturen. Doch Davidovich Fokina scheint gut vorbereitet zu sein. „Nach Roland Garros, wo die Hitze extrem war, hat sich der Körper bereits angepasst“, sagt er. „Es wird ein heißer Sommer, da muss man vorbereitet sein. Viel trinken, ausreichend ruhen und außerhalb des Platzes möglichst wenig Energie verbrauchen – das sind die Schlüssel.“
Er betont: „Wenn man Energie außerhalb des Platzes verbraucht, zehrt das an den Kräften. Man gewinnt zwar Spiele, verliert aber gleichzeitig an Substanz für ein Halbfinale oder ein Finale.“
Rasenspezifisches spiel und die überwindung von hindernissen
Davidovich Fokina beschreibt sich selbst als vielseitigen Spieler, der sich auf verschiedenen Belägen wohlfühlt. „Ich habe mich seit Beginn meiner Tourkarriere gut an alle Arten von Belägen angepasst. Ich fühle mich auf dem Rasen wohl und gewinne dadurch ein gewisses Selbstvertrauen.“ Er ergänzt, dass er auf Rasen dazu neige, offensiver zu agieren, mehr auf den Aufschlag und die Annäherung an das Netz zu setzen und auch gewagte Elemente wie Drop Shots einzubauen.
Ein besonderes Anliegen ist die Überwindung von Tommy Paul, gegen den er bisher alle sechs Duelle verloren hat. „Es gibt immer einen Spieler, der einem besonders schwer zu schaffen macht“, gesteht Davidovich Fokina. „Paul gehört dazu, aber in Queens habe ich ihm mutig begegnet und hatte im Tie-Break des zweiten Satzes zwei Breakbälle. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich ihn besiegen kann.“
Dankbarkeit und perspektive
„Wir stehen fast im Juli. Eine weitere Saison neigt sich dem Ende zu“, reflektiert Davidovich Fokina. „Ich möchte wettbewerbsfähig sein und auch abseits des Platzes Spaß haben. Ich muss die Momente genießen. Man entscheidet sich als Kind für diesen Sport. Ich bin dankbar für alles, was er mir gegeben hat.“
Er fügt hinzu: „Wir sind sehr privilegiert, was wir tun. Die nächste Saison wird zeigen, ob ich mehr an mich glauben kann und die Konstanz und Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinne, die mir die Verletzungen bisher verwehrt haben.“
