Wildcats fallen 20:33 – seidels taktik zerfetzt, abstieg besiegelt?
20:33 – die Zahl brennt ins Hallenser Handballherz. Die Wildcats von Trainerin Ines Seidel kassierten gegen HSG Blomberg-Lippe die 15. Niederlage im 19. Spiel und rutschten auf den letzten Tabellenplatz. Die Partie war nach 60 Minuten keine Frage mehr, sondern ein Statement: Der Aufsteiger verliert den Anschluss an die Liga.
Seidels system kollabiert nach seitenwechsel
13:17 zur Halbzeit – das klang noch nach Hoffnung. Doch was folgte, war ein Katastrophenlauf: Blomberg drehte auf 19:13 auf, Seidel wechselte dreimal in Folge die Rückraum-Reihe, ohne den Lauf zu stoppen. Engeline Molenaar traf zwar sechsmal, doch ihre Tore wirkten wie Einzelleistungen in einem kollektiven Blackout. Die Deckung stand zu tief, Kreisläuferin Lynn Molenaar bekam keine Zugriffe mehr, und Torhüterin Anja Stelzer blieb bei nur drei Paraden in Durchgang zwei.
Die Statistik ist gnadenlos: 7:16-Tore nach dem Seitenwechsel, 14 technische Fehler, 4 Siebenmeter vergeben. „Wir haben den Kopf verloren, nicht nur den Ball“, sagte Seidel nach dem Abpfiff. Ihr Blick wanderte zur Anzeigetafel – 20:33, die höchste Heimniederlage der Saison.

Tabellenletzter – jetzt zählt nur noch die rechnung
Die Wildcats stehen bei 4:15 Punkten. Selbst zwei Restsiege reichen rechnerisch kaum noch zum Klassenerhalt. Am 4. April geht’s nach Buxtehude – ein Ort, an dem Halle in der Vergangenheit dreimal in Folge verlor. Die Saison ist nicht mehr zu retten, nur die Frage bleibt, wie viel Ansehen der Verein noch retten kann. Blomberg feiert indes die Tabellenführung – und die Wildcats? Sie feiern nichts, sie zählen die Tage bis zur Entscheidung.
