Wetzlar patzt: göppingen dreht spiel – müller hadert mit eigener schlussaktion
Ein bitterer Rückschlag für die HSG Wetzlar im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga: Beim 30:31 gegen Frisch Auf Göppingen verließen die Gäste zwei wertvolle Punkte auf dem Feld. Justin Müller, Rückraumspieler der HSG, zeigte sich sichtlich frustriert – vor allem über seine eigene unglückliche Aktion in der Schlussphase.

Die achterbahnfahrt der emotionen in göppingen
Die Partie in Göppingen war ein Handball-Krimi bis zur letzten Sekunde. Wetzlar ging in den letzten zehn Minuten sogar noch mit einem Drei-Tore-Vorsprung in Führung, doch dann kippte die Partie. Schwache Angriffe ermöglichten es den Hausherren, den Rückstand aufzuholen und schließlich die Oberhand zu gewinnen. Ein Tor, das im Kampf um den Klassenerhalt enorm schmerzt, wie Müller am DYN-Mikrofon deutlich machte.
„Gute Frage“, erwiderte Müller ratlos, als er nach der entscheidenden Phase gefragt wurde. „Wir haben ein überragendes Spiel gezeigt, den Kampf voll angenommen und dann so kurz vor Schluss einen Punkt zu verlieren… das ist einfach enorm bitter.“ Die letzten Augenblicke wirkten wie eine Verkörperung des Abstiegskampfes selbst: Hoffnung, die in Enttäuschung umschlägt.
Ein Fehler, der alles veränderte
Der Tiefpunkt für Müller war zweifellos der Stürmerfoul im letzten Angriff, das die Chance auf den Ausgleich zunichte machte. „Da nehme ich mich nicht raus“, gestand er selbstkritisch. „Die letzte Aktion ist enorm bitter.“ Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, der die ganze Partie zum Scheitern brachte.
Doch trotz der Enttäuschung gab es auch Lichtblicke. „Nichtsdestotrotz müssen wir jetzt ganz schnell weitermachen“, betonte Müller. „So wie wir heute aufgetreten sind, macht mich das zuversichtlich für die letzten drei Spiele.“ Die Leistung der Mannschaft, trotz des unglücklichen Ausgangs, lässt aufhorchen.
Wetzlar bleibt vorerst über dem Strich, muss aber abwarten, was die Konkurrenz – insbesondere die direkten Nachbarn Minden und der Bergische HC – am Freitag leisten wird. Ein Duell der Nerven, das die Spannung in der Liga weiter anheizt. Die letzte Minute in Göppingen zeigte: Im Handball ist nichts so sicher wie der Klassenverbleib.
