Werth triumphiert erneut: 20. dressur-meistertitel perfekt!
Balve. Isabell Werth hat einmal mehr bewiesen, dass sie im Dressursport nach wie vor unschlagbar ist. Auch ohne ihre Top-Stute Wendy sicherte sich die Rekord-Olympiasiegerin am Sonntag ihren 20. deutschen Meistertitel – eine schier unglaubliche Leistung, die ihresgleichen sucht. Der Mythos Werth lebt weiter!

Nachwuchs drängt auf den thron
Was 1991 in Münster begann, scheint kein Ende zu kennen. Nach ihrem Sieg im Special am Vortag verzichtete die 56-Jährige zwar auf Wendy, doch Viva Gold, ihr Nachwuchsstar, sprang mehr als würdig ein. Die Konkurrenz, allen voran Semmieke Rothenberger und Raphael Netz, war zwar dicht dran, doch Werth ließ sich nicht verjagen. 83,650 Prozentpunkte reichten für einen komfortablen Vorsprung und den historischen Titel.
Besonders bemerkenswert ist, dass hinter Werth junge Talente wie Rothenberger und Netz aufhorchen lassen. Sie reiten sich in den Fokus der Bundestrainerin Monica Theodorescu – ein gutes Zeichen für die Zukunft des Dressursports.
Die Absenz von Katharina Hemmer und Ingrid Klimke, die im Vorjahr zur deutschen EM-Equipe gehörten, und des Vortages-DM-Zweiten Frederic Wandres mit seinem Olympiapferd Bluetooth, schmälert Werths Triumph jedoch nicht. Sie nutzte die günstige Gelegenheit und zeigte, dass sie auch mit ihrer „Zweitbesetzung“ unschlagbar ist. Die Rheinbergerin hatte sich im Special gegen ihren Pariser Teamkollegen bereits durchgesetzt, und auch in der Kür demonstrierte sie ihre Klasse.
Die Weltmeisterschaft im Dressurrennsport kehrt im August in die Soers zurück. Werth und ihre Pferde werden zweifellos wieder eine wichtige Rolle spielen. Doch eines ist klar: Isabell Werth ist und bleibt die unangefochtene Königin des Dressursports. Ihre Dominanz ist beeindruckend und ihre Erfolgsgeschichte schlichtweg legendär.
