Werner zerfetzt ravens: „ekliger move“ am trade-tag
Angelika Klein, TSV Pelkum Sportwelt – Die NFL hat ihren nächsten Rufmord. Ex-Profi Björn Werner jagt die Baltimore Ravens durch den Kakao, weil sie Maxx Crosby erst abholen und dann mit fadenscheiniger Knie-Atteste abservieren wollten. Sein Urteil: „Eklig und respektlos.“
Twelve hours später stand ein ersatz in der tür
Werner lag mit der Stimme dicht an der Wand, als er gestern bei RTL antwortete. Die Ravens hatten Crosby für zwei First-Round-Picks gebucht – Deal durch, Medien informiert, Raiders-Banken schon umstrukturiert. Dann kam die Kehrtwende: Crosbys operierter Meniskus sei „nicht vertrauenswürdig“. Binnen zwölf Stunden präsentierte Baltimore stattdessen Trey Hendrickson, frisch aus Cincinnati. „Da hat jemand die Rechnung gesehen und gemerkt: Ups, geht günstiger“, so Werner.
Der deutsche Ex-Rush-End sieht die Liga vor einem Glaubwürdigkeitsproblem. „Wenn Teams Verträge vorverkünden, aber nach Lust und Laune platzen lassen, verlieren alle. Die Spieler, die Fans – und am Ende auch die Ravens.“ Denn wer einmal als unzuverlässiger Handelspartner gilt, findet künftig keinen Tauschpartner mehr.

Die raiders sitzen auf den kosten
Las Vegas plante bereits mit Entlastung unter dem Salary Cap und neuen Draft-Picks. Stattdessen bleibt ein verärgertes Top-Talent, das sich öffentlich gedemütigt sah. Werner: „Crosby ist der Leidtragende. Er durfte nicht mal selbst entscheiden, ob er sein Knie riskiert.“
Seine Forderung an die NFL ist klar: „Schreibt in die Trade-Policy, dass abgeschlossene Absprachen bindend sind, soblich sie medial bestätigt werden.“ Sonst werde der nächste Wirbel nur eine Frage der Zeit sein.
Für die Ravens beginnt eine Image-Kampagne gegen den eigenen Ruf. Und für Werner? Der darf weiterhin als TV-Experte aufmucken – und genau das tut er mit sichtlichem Genuss.
