Werder-bremen-abwehr kollabiert: weiser-comeback wird zur zitterpartie

Die Abwehr des SV Werder Bremen zerbröckelt. Drei Langzeitverletzte, zwei Stars mit Adduktoren- und Muskelfilz, dazu Gelbsperre für Top-Torjäger Jens Stage – am Samstag in Wolfsburg droht die nächste Demontage.

Weiser will, der club bremst

Mitchell Weiser hat sich selbst schon wieder im Spielmodus. „Die letzte Woche war die erste, in der ich mich wieder wie ein Profisportler gefühlt habe“, sagt der 31-Jährige. Intern gilt er ab Ende April als ernsthafte Option – noch drei Spiele, evtl. Relegation. Doch Coach Daniel Thioune zieht die Handbremse: „Das größte Risiko ist, im Moment des Fortschritts zu euphorisch zu sein.“

Die Faktenlage ist gnadenlos. Mit Julian Malatini fällt nun auch der letzte verbliebene fitte Innenverteidiger für den Rest der Runde aus. Maximilian Wöber trabt individuell, Amos Pieper laboriert an einer offenen Wunde am Knie. Karim Coulibaly ist zwar wieder im Teamtraining, aber nach monatelanger Pause matchfit? Zumal Senne Lynen und Niklas Stark weiter behandelt werden müssen.

Der Blick auf die Tabelle: Werder hat 27 Punkte, drei mehr als Relegationsplatz 16. Die Tordifferenz: -13. Ohne Stage, ohne Stark, ohne Lynen, ohne halbe Abwehr. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Klassenerhalt erst in der Relegation entschieden wird, steigt täglich.

Verlängerung nur bei ligaerhalt

Verlängerung nur bei ligaerhalt

Weisers Vertrag läuft 2025 aus. Die Gespräche laufen, doch die Signale sind klar: Ein neues Arbeitspapier hängt am Bundesliga-Aufenthalt. Ein Abstieg würde den Etat kappen, Weisers Gehaltsspitze wäre erste Streichliste. Für den Flügelstrategen also nicht nur sportliche Zukunft, sondern auch private Existenzfrage.

Die nächsten 21 Tage entscheiden über Saison, Struktur, Gehälter, Verein. Werder spielt Poker mit zerrissenen Karten – und Weiser ist der Joker, den niemand ziehen darf, bevor das Blatt nicht brennt.