Werder kämpft – punkt gegen wolfsburg trotz doppelter unterzahl!
Bremen – Ein Remis, das schmeckt irgendwie trotzdem: Werder Bremen hat am Mittwochabend gegen den VfL Wolfsburg einen Punkt erkämpft. Das Spiel war turbulent, geprägt von zwei Platzverweisen und einer Leistung, die zeigt, dass die Grün-Weißen trotz aller Widrigkeiten Moral bewiesen haben. Ob es für die internationalen Ränge reicht, bleibt abzuwarten, aber dieser Abend war ein kleiner Lichtblick für die Fans.
Mühlhaus' kopfkino – und die verpasste chance
Larissa Mühlhaus, Werders Schlüsselspielerin, stand im Fokus. Der bevorstehende Wechsel zu Eintracht Frankfurt lastete offenbar auf ihren Schultern. In der 32. Minute verpasste sie eine glasklare Chance, als sie freistehend vor dem Wolfsburger Tor den Ball aus spitzem Winkel nicht im Netz unterbrachte und stattdessen die Torhüterin anspielte. Ein Patzer, der gegen eine Mannschaft wie Wolfsburg schwer zu verzeihen ist.
Die Zahlen lügen nicht: Zwölf Treffer und acht Assists in dieser Saison – Mühlhaus' Leistung ist beeindruckend. Doch gegen Wolfsburg wirkte sie kurzzeitig wie aus der Welt.

Rote karten und vergebene freistöße
Die zweite Halbzeit brachte dann die Überraschung: Zunächst sah Sarah Gutmann die rote Karte (86. Minute), kurz darauf folgte Janou Levels vom VfL (88. Minute). Zwei Platzverweise in kurzer Folge sorgten für eine hitzige Atmosphäre und eine weitere Zäsur im Spiel.
Leider konnte Mühlhaus auch in der darauffolgenden Freistoßsituation nicht nachlegen. Der Ball strich knapp am Tor vorbei. Ein bitterer Moment für die Bremerinnen, die sich nach dem Spiel über eine vergebene Chance ärgerten.
Es war ein hartes Stück Arbeit für Werder, das nach der langen Pause wieder in den Wettkampfrhythmus finden musste. Die Leistung war in Anbetracht der Umstände jedoch beachtlich.
Die Tabelle zeigt: Der Rückstand auf die internationalen Plätze beträgt nun sechs Punkte. Ob es für Werder noch für die Europa League reicht, ist fraglich. Doch eines ist klar: Die Mannschaft von Fritzy Kromp hat Moral bewiesen und den Kampfgeist nicht aufgegeben. Und das ist mehr wert als jeder Tabellenplatz.
Dabei bleibt die Frage, ob Mühlhaus' Wechsel zu Eintracht Frankfurt die Leistung der Mannschaft nachhaltig beeinflussen wird. Nur die Zeit wird es zeigen. Was aber sicher ist: Werder Bremen wird auch ohne Mühlhaus alles geben, um seine Ziele zu erreichen.
