Werder gegen stuttgart: werder hofft auf müde pokal-helden!
Bremer jubeln über Nordderby-Sieg, aber die Bundesliga-Aufgabe gegen den VfB Stuttgart wird keine leichte Koseeinheit. Die Stuttgarter kehrten erst in der Nacht aus Freiburg zurück, wo sie im Pokalfinale ein hartes Stück Arbeit hatten. Kann Werder von der vermeintlichen Müdigkeit des Gegners profitieren?
Daniel thioune mahnt zur vorsicht
Trainer Daniel Thioune von Werder Bremen zeigt sich wenig überzeugt, dass der VfB Stuttgart nach dem Pokalhalbfinalerfolg gegen den SC Freiburg in der Bundesliga nachlassen wird. "Wir haben gesehen, dass das schon ein bisschen Körner gekostet hat," räumte Thioune ein, betonte aber gleichzeitig die Qualität des Gegners. "Aber das habe ich ja auch schon gesagt: Eine Mannschaft, die europäisch aufgestellt ist, hat diese Kaderbreite, diese Tiefe, um auch nach einem anstrengenden Pokalspiel noch frisch zu sein."

Stuttgarts breiter kader – ein vorteil für den vfb
Die Stuttgarter verfügen über einen breiten Kader und können auf zahlreiche erfahrene Spieler zurückgreifen. Thioune weiß, dass er sich auf nichts verlassen kann. Die Euphorie nach dem Pokalsieg könnte den Gästen zusätzlich Auftrieb geben.
Die Personallage bei Werder Bremen bereitet Thioune ebenfalls Kopfzerbrechen. Neben den Langzeitverletzten fehlen ihm gegen Stuttgart wichtige Kräfte. Julian Malatini, Wesley Adeh, Keke Topp, Mitchell Weiser und Karl Hein stehen nicht zur Verfügung. Auch Felix Agu ist angeschlagen, während Leonardo Bittencourt und Marco Grüll gesperrt fehlen. Jens Stage, der im Nordderby mit zwei Toren brillierte, soll durch gesteuerte Belastung fit gemacht werden. Marco Friedl steht nach seiner Rot-Sperre wieder zur Verfügung, und auch Maximilian Wöber könnte in der Innenverteidigung eine Option sein.

Nordderby-sieg gibt selbstvertrauen
Trotz der personellen Engpässe wollen die Bremer den Schwung aus dem emotionalen 3:1-Sieg im Nordderby gegen den Hamburger SV mitnehmen. "Man hat schon gesehen, wie viel Ballast bei den Jungs abfiel," so Thioune. Die Chance, sich im Abstiegskampf zu stabilisieren, ist gegeben.
Die Entscheidung, wer in der Startelf stehen wird, wird für Thioune keine leichte. "Ich habe jetzt auf der Position die Qual der Wahl. Es wird eine harte Entscheidung, wenn der eine oder andere nicht spielt – das ist aber eher ein Segen, als sich wie vor ein paar Wochen Gedanken machen zu müssen, wen ich überhaupt aufstelle."
Die Partie gegen Stuttgart wird zeigen, ob Werder die Chance nutzen kann, sich im Abstiegskampf einen Vorteil zu verschaffen. Ein Sieg wäre ein enormer Schritt in Richtung Klassenerhalt, aber die Aufgabe wird alles andere als einfach.
