Werder entkommt dem abgrund: milosevic straft heidenheim
Bremen – Ein Kopfball von Jovan Milosevic war genug, um Werder Bremen aus dem tiefsten Tabellenkeller zu schießen. Im Duell gegen den abstiegsgefährdeten 1. FC Heidenheim gelang den Norddeutschen ein hart erkämpfter 2:0-Sieg, der die Nerven der Fans vorerst beruhigt.

Die entscheidung fiel spät, aber verdient
Die Partie war von Beginn an von großer Anspannung geprägt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, doch Bremen zeigte mehr Entschlossenheit im Spielaufbau. Milosevic, der im ersten Durchgang noch eine hochkarätige Chance vergab, köpfte in der 57. Minute nach einem präzisen Zuspiel von Schmid zur Führung ein. Heidenheim versuchte zwar, den Ausgleich zu erzwingen, konnte die Bremer Abwehr aber nicht entscheidend gefährden. In der Nachspielzeit erhöhte Behrens per Eigentor auf 2:0.
Das Team von Trainer Daniel Thioune hat damit den ersten Sieg seit 13 Pflichtspielen gefeiert und sich vorerst etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Heidenheim hingegen steckt weiterhin tief in der Krise und muss dringend punkten, um den Anschluss an das rettende Ufer nicht zu verlieren. Die Leistung der Heidenheimer Offensive war erschreckend harmlos. Die wenigen Chancen wurden kläglich vergeben, und die Verteidigung wirkte unsicher.
Besonders bitter für Heidenheim: Die Niederlage bedeutet den elften Sieglesspiel in Folge. Die Tabellensituation ist angesichts von nur 14 Punkten extrem angespannt. Für Werder Bremen geht es nun darum, an den positiven Trend anzuknüpfen und im kommenden Spiel gegen Union Berlin nachzulegen. Die drei Punkte sind ein wichtiger Schritt, aber noch lange kein Grund zum Jubeln.
Die Statistik spricht für sich: Bremen hat in dieser Saison zu Hause bereits drei Spiele in der Nachspielzeit gewonnen. Ein Zeichen für Moral und Kampfgeist, der in dieser kritischen Phase entscheidend sein kann.
