Wellbrock knackt die 1:51-marke und kassiert 3500 dollar – em-ticket sicher

Florian Wellbrock tritt ans Ufer von Soma Bay und lacht nur noch. 1:50:59,50 Stunden über zehn Kilometer – das ist keine Runde, das ist eine Demonstration. Der Ungar David Betlehem liegt fünf Sekunden zurück, der Italiener Domenico Acerenza sechs. Der Rest des Feldes folgt in anderer Zeitzone.

Der magdeburger schwimmt auf geld und nach paris

Der Vierfach-Weltmeister hat schon wieder gewonnen, aber diesmal zählt nicht nur der Pokal. 3500 Dollar Preisgeld für den Einzelsieg sind auf dem Konto, 50.000 Dollar winken für den Gesamtcup – Geld, das Wellbrock selbst einfordert. „Die marginalen Preisgelder bei einer Europameisterschaft reichen nicht mal für die Flugkosten“, sagte er vor dem Rennen im Verbandsinterview. Also nimmt er alle Stationen mit, zehn Stunden Flug nach Ägypten inklusive.

Oliver Klemet, Olympiazweiter und Frankfurter Quereinsteiger, kommt als 23. ins Ziel, gut 37 Sekunden nach seinem Haus- und Hof-Konkurrenten. Moritz Bockes aus München braucht über zwei Minuten länger und wird 32. Für sie geht es bei den nächsten Rennen am 24. und 25. April auf Ibiza um die restlichen EM-Tickets. Der Deutsche Schwimm-Verband verlangt einen Platz unter den besten zwölf Europäern – Wellbrock und Klemet haben ihren Stuhl schon reserviert.

Frauen starten um 12 uhr – und der countdown läuft

Frauen starten um 12 uhr – und der countdown läuft

Während die Männer schon die Sonnenbrillen aufsetzen, stehen die Frauen am Start. Um 12.00 Uhr gehen sie auf die gleiche Strecke, kämpfen um dieselbe Qualifikation für Paris. Die EM (31. Juli bis 16. August) rückt näher, und mit ihr die Frage, wer neben Wellbrock das deutsche Flaggschiff im offenen Wasser trägt.

Wellbrock selbst packt schon die Badehose wieder ein. Er fliegt weiter, schwimmt weiter, kassiert weiter. Die Uhr stoppt bei 1:50:59,50 – die Saison läuft noch 148 Tage.