Weidenfeller schickt urbig zur wm – und beerdigt ter stegen

Roman Weidenfeller hat gesprochen – und die Torhüter-Debatte für Katar in eine neue Richtung geschleudert. Der Weltmeister von 2014 nominiert im Sport1-Doppelpass Jonas Urbig für den Kader der Nationalmannschaft. Der 22-Jährige von Bayern München? „Mitnehmen“, sagt Weidenfeller, „weil er demnächst deutscher Nummer-eins-Torwart werden kann.“

Die Bombe: Marc-André ter Stegen bleibt zu Hause. „Keine Chance“, urteilt der BVB-Legende. Der Grund ist nicht nur der Oberschenkelriss, sondern auch die mangelnde Spielzeit. Erst ein Einsatz für Barcelona, dann zwei Monate Pause – das reicht nicht für eine WM.

Die rangliste von weidenfeller

1. Oliver Baumann, 2. Alexander Nübel, 3. Jonas Urbig. So klar positioniert sich der Ex-Keeper. Baumann sei „Garant für Platz drei der TSG“, strahle „Ruhe aus“ und kenne Nagelsmann aus gemeinsamen Hoffenheim-Jahren. Das Vertrauen sei tief, die Entscheidung längst gefallen.

Urbig hingegen ist der Joker für morgen. Elf Pflichtspiele diese Saison, acht für die U21 – das ist wenig, aber das Talent ist unbestritten. Weidenfeller: „Du kannst diskutieren, ob du ihn vor Nübel setzt.“ Eine Kampfansage an den Münchner, der seit 2020 auf Stelzen steht.

Was das über ter stegen aussagt

Was das über ter stegen aussagt

Der Girona-Leihspieler verliert nicht nur wegen der Verletzung. Er verliert, weil seine Gegner spielen und er nicht. Baumann führt Hoffenheim in die Champions-League-Ränge, Nübel hält Stuttgart auf Kurs Europa, Urbig sammelt Erfahrung auf höchstem Niveau. Ter Stegen sammelt Rehabilitationsstunden. Die WM kommt zu früh.

Weidenfellers Wort hat Gewicht. Fünf Länderspiele, ein WM-Titel, 13 Jahre Bundesliga. Wenn er Urbig nach Katar schickt, zittert ter Stegen in Spanien. Die Zeit arbeitet gegen ihn – und die Konkurrenz ist jünger, fitter, präsenter.

Entscheidend ist nun Nagelsmann. Er kann sich der öffentlichen Empfehlung entziehen – oder sie umarmen. Die Frist läuft, der Druck steigt. Und Urbig? Der steht im Training und weiß: Ein Anruf kann alles verändern.