Weber rast in leicester in die top-8 – schindler patzt trotz 97er-average
Leon Weber hat der deutschen Darts-Elite den Tag gerettet. Mit fünf Siegen in Serie stürmte der 23-Jährige am Dienstagabend ins Viertelfinale der Players Championship 8 in Leicester, wo er erst gegen Sebastian Bialecki ausschied. Die restliche deutsche Reise endete früher – und oft brutal.
Weber liefert den einzigen lichtblick
Nach dem 6:3 gegen Oskar Lukasiak zerlegte Weber Peter Wright mit 6:1, ließ auch Nathan Aspinall (6:3) und Sietse Lap (6:3) keine Chance. Die Average-Werte: 91,77, 95,66, 89,42 – keine Galaktiker-Niveau, aber konstant genug, um sich in die Top-16 zu spielen. Gegen Bialecki reichte dann nur ein Leg – 96,47 im Vergleich zu 85,40 Average zeigt, wo die Latte lag. Trotzdem: Tagessieg der deutschen Farben, Platz acht und 3.000 Pfund Preisgeld für den jungen Mann aus dem Saarland.
Die Bilanz der übrigen 13 Tourcard-Holder liest sich wie ein Krimi ohne Happy End. Sieben Deutsche verabschiedeten sich schon in Runde eins, vier weitere folgten in Runde zwei. Max Hopp, Sport1-Experte und einst Hoffnungsträger, kassierte gegen den unbekannten Tommy Lishman nur zwei Legs. Lukas Wenig, Ricardo Pietreczko, Marvin Kraft – allesamt chancenlos, allesamt frustriert.

Schindler spielt stark – und verliert trotzdem
Martin Schindler, die deutsche Nummer eins, wollte nach seinem Erstrunden-Debakel vom Vortag Revanche nehmen. Mit 97,79 Average war er auf Kurs, doch Dave Chisnall schraubte sich auf 111,72. 1:6 lautete das unbarmherzige Ergebnis. Die Moral von der Geschichte: Selbst ein fast 98er-Schnitt reicht nicht, wenn der Gegner fast 112 pfeffert. Niko Springer zeigte ebenfalls kurz Aufschwung, scheiterte aber an Keane Barry (4:6).
Für die Jungs von der Bundesrepublik bleibt nur die Devise: abhaken, weitermachen. Der nächste Stopp ist bereits in Sicht: Am Donnerstag geht die Premier League in Manchester weiter, das Osterwochenende lockt mit einem European Tour Event in München. Wer da nicht trifft, verliert schnell Anschluss an die Spitze. Weber hat zumindest Selbstvertrauen getankt – der Rest muss nachliefern.
