Wawrinka verabschiedet sich: tennis-legenden zollen tribut
Ein Abschied, der die Tenniswelt berührte: Stan Wawrinka, der dreifache Grand-Slam-Sieger, bestritt am Montag sein letztes French Open und beendete damit seine beeindruckende Karriere. Die Emotionen auf dem Court Simonne-Mathieu waren greifbar, doch die Würdigung durch die Tennis-Elite überstrahlte den sportlichen Aspekt.
Federer, nadal und djokovic: eine hommage an "stan the man"
Die Abschiedstournee des Schweizers fand in Paris ein jähes Ende, doch das ändert nichts an seinem unbestrittenen Status als Tennis-Ikone. Die Video-Botschaften, die nach dem Match gezeigt wurden, zeigten das immense Ansehen, das Wawrinka in der Branche genießt. Roger Federer, mit dem Wawrinka 2008 Olympia-Gold im Doppel gewann, sprach von einem unvergesslichen Sieg in Roland Garros gegen Novak Djokovic: "Herzlichen Glückwunsch zu deiner Karriere und ganz besonders zu Roland Garros – dein Sieg war etwas ganz Besonderes. Der Sieg im Finale gegen Novak – das sind Momente, die ich nie vergessen werde, und es war mir eine Freude, während deiner Karriere so viel Zeit mit dir auf der Tour verbracht zu haben."
Die Rivalität zwischen Wawrinka und Djokovic war legendär, geprägt von 27 Duellen, die Djokovic 21 davon für sich entscheiden konnte. Dennoch würdigte der Serbe seinen ehemaligen Gegner mit Respekt: "Mehrfacher Grand-Slam-Sieger, Davis-Cup-Sieger, Olympiasieger. Du hast eine legendäre Karriere hinter dir, und ich bin sehr glücklich, dich meinen Freund nennen zu dürfen."
Auch Rafael Nadal, der selbst einmal ein Major-Finale gegen Wawrinka verloren hat – 2014 bei den Australian Open – betonte die besondere Beziehung zwischen den beiden Spielern: "Herzlichen Glückwunsch zu deiner großartigen Karriere. Wir sind zusammen aufgewachsen, sind zur gleichen Zeit auf die Tour gekommen, und ich hatte das Vergnügen, all diese Jahre mit dir zu verbringen." Die beiden Sandplatzkönige verbindet eine tiefe Verbundenheit, die über sportliche Konkurrenz hinausgeht.

Die neuen stars bewundern den veteranen
Auch die jüngere Generation des Tennis zeigte ihre Anerkennung. Jannik Sinner, der am Dienstag sein French-Open-Spiel bestreitet, erinnerte sich an gemeinsame Trainingseinheiten: "Du hast etwas Unglaubliches geleistet. Ich hatte das Vergnügen, schon in jungen Jahren mit dir zu trainieren, und ich weiß, dass du dein ganzes Leben dem Ziel gewidmet hast, der bestmögliche Tennisspieler zu werden." Carlos Alcaraz, der dieses Jahr verletzungsbedingt ausfällt, schloss sich dem Lob an: "Stan the Man! Ich bin wirklich dankbar für alles, was du für diesen Sport getan hast. Ich bin einfach glücklich, dass ich die Umkleidekabine, die Trainingsplätze und die Turniere mit dir geteilt und ganz nah an dir lernen durfte."
Wawrinkas Karriere mag in Paris zu Ende gegangen sein, doch sein Vermächtnis wird in der Tenniswelt weiterleben. Er hat bewiesen, dass auch außerhalb der "Big Three" außergewöhnliche Erfolge möglich sind und hat eine Generation von Spielern inspiriert. Seine Abwesenheit wird eine Lücke hinterlassen, die schwer zu füllen sein wird.
