Wallmark will weg: fribourgs topscorer zieht den riegel vor

Lucas Wallmark hat genug. Der schwedische Center will trotz laufendem Vertrag den HC Fribourg-Gottéron verlassen – und das, nachdem er in dieser Saison mehr Zeit auf der Krankenbank verbracht hat als auf dem Eis.

Die zahlen, die hinter dem bruch stehen

Wallmark kam 2023 als Hoffnungsträger von den ZSC Lions. 45 Punkte in 52 Spielen – damit war er letzte Saison bester Scorer der Drachen. Doch diese Spielzeit ist alles andere als rosig: 29 Einsätze, 20 Punkte, dazwischen Knie, Schulter, Adduktoren. Die Verletzungen haben Spuren hinterlassen, sportlich wie psychisch.

Intern soll der 30-Jährige klargemacht haben, dass er nach Saisonende einen neuen Klub sucht. Offiziell schweigt das Management, auch Wallmarks Berater verweigert jeden Kommentar. „Bei Topspielern gibt es ständig Gerüchte“, sagt er nur. Das Problem: Dieses Gerücht kommt nicht von außen, sondern aus der Kabine.

Was der abgang für fribourg bedeutet

Was der abgang für fribourg bedeutet

Fribourg hat Wallmark nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich verpflichtet. Sein Kontrakt läuft noch zwei Jahre, die Ablöse für Zürich war stolz. Verliert der Klub seinen Topcenter, muss er erneut auf dem Transfermarkt zahlen – und das in einer Saison, in der die Budgetdecke schon jetzt knarzt.

Die Fans sind gespalten. Die einen sehen in Wallmark einen Querulanten, der sich bei der ersten Krise duckt. Die anderen verstehen seinen Wunsch nach Perspektive. Denn wer sich mit Verletzungen rumschlägt, will wissen, warum er morgen aufsteht.

Für Fribourg wird der Sommer heiß. Entweder sie finden einen Ersatz mit ähnlicher Klasse – oder sie überzeugen Wallmark, dass Gottéron doch die richtige Heimstatt ist. Noch steht die Entscheidung offen. Aber die Uhr tickt. Und Wallmark hat offenbar schon das Gepäck gepackt.