Wagner bleibt auf der bank: magic verlieren deutschen superstar auf unbestimmte zeit
Die Orlando Magic müssen auch in den entscheidenden Wochen der Saison auf ihren deutschen Leistungsträger verzichten. Franz Wagner kehrt nicht zurück – das bestätigte das Team am Freitag und setzte damit die Hoffnungen von Fans und Trainerstab auf ein baldiges Comeback ad acta.
Seit dezember kämpft wagner mit dem sprunggelenk
Die Verletzung plagt den 24-Jährigen seit dem 4. Dezember. Was zunächst wie eine typische Drehung aussah, entpuppte sich als hartnäckige Komplikation. Mehrere Re-Starts scheiterten. Wagner spulte individuelle Laufeinheiten, absolvierte Light-Practice, aber: Bei jedem härteren Schnitt meldete sich die Schwellung zurück.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Mit Wagner: 16 Siege, 12 Niederlage. Ohne ihn: 19 Pleiten, nur 16 Erfolge. Ein Minus von neun Prozentpunkten – das ist in der Play-off-Jagd der Eastern Conference der Unterschied zwischen Home-Court-Vorteil und Play-in-Geplänkel.

Auch anthony black fällt aus
Als wäre das nicht genug, fehlt mit Anthony Black nun auch der Backup-Guard. Der 22-Jährige zog sich eine Zerrung im lateralen Bauchmuskel zu, diagnositiziert nach nur 127 Sekunden Spielzeit gegen Minnesota. Black war auf dem besten Weg, sich für den Most Improved Player Award zu empfehlen: 15,3 Punkte, 3,9 Rebounds, 1,4 Steals – alles Career-Highs. Jetzt Schlüssel in der Eisermaschine, Ausfallzeit: unbestimmt.
Trainer Jamahl Mosley muss improvisieren. Goga Bitadze rückt in die Startformation, Jalen Suggs übernimmt mehr Ballhandlung, Paolo Banchero trägt noch schwerere Last. Die nächsten Gegner: Boston, Denver, Philly – ein Programm, das selbst mit vollem Kader die Magie der Magic auf die Probe stellt.
Für Wagner bleibt nur Geduld. Kein Termin, kein „we hope“, kein „target date“. Nur das lapidare Statement des Medical Staffs: „We wait for zero-pain response.“ Solange dieser Moment ausbleibt, bleibt Deutschlands Hoffnung in Orlando ein Zuschauer – und die Play-offs rücken in weite Ferne.
