Wac im abstiegskampf: silberberger räumt ein – kann er das ruder noch herumreißen?

Wolfsberg – Die Lage beim Wolfsberger AC ist ernst. Trainer Thomas Silberberger gestand vor dem Heimspiel gegen den GAK, dass die Situation „weiter auseinandergedriftet“ ist als erwartet. Vier Runden vor Saisonende droht dem Aufsteiger der Abstieg, und die Aufgabe, das Team zu stabilisieren, stellt für den erst vor wenigen Wochen verpflichteten Coach eine der größten Herausforderungen seiner Karriere dar.

Die suche nach dem verlorenen teamgeist

Silberberger spricht offen über die Probleme: „Wenn du kein Team bist, dann schaut es so aus, wie es aktuell bei uns ausschaut.“ Der frühere Cupsieger wirkt verunsichert, der Zusammenhalt im Team fehlt. Es brennt sportlich lichterloh, und die schwache Ausbeute aus Standardsituationen verstärkt die Probleme zusätzlich. „Die Streuung einer Schrotflinte“, nennt Silberberger die aktuelle Situation und fordert von seiner Mannschaft, endlich zu erkennen, welche Art von Fußball in der Qualifikationsgruppe gespielt werden muss.

Der WAC hat seit dem 7. Dezember nicht mehr gewonnen und konnte in den letzten zwölf Spielen lediglich fünf Punkte holen. Ein trauriger Kontrast zu den Grazer AK, die zwar seit drei Spielen punktlos, aber dennoch mit vier Zählern Vorsprung auf den WAC dastehen. Der GAK will beim angeschlagenen WAC nachziehen und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Ried unter druck, tirol kämpft um die wende

Ried unter druck, tirol kämpft um die wende

Parallel zum Duell der Abstiegskandidaten fordert die WSG Tirol den Tabellenführer Ried heraus. Ein Sieg würde den Wattenern einen entscheidenden Schritt Richtung Rettung ermöglichen. Ried, bereits als sicherer Aufsteiger feststehend, will den positiven Trend der letzten Spiele fortsetzen – in Innsbruck wird ein hartes Stück Arbeit erwartet. Die Tiroler, die in den letzten sechs Qualifikationsspielen nur einen Sieg verbuchten, hoffen gegen Altach auf einen weiteren Punktgewinn, um den Vorsprung auf den WAC weiter auszubauen.

Die Tabelle wirft lange Schatten: Vier Punkte und ein Sternchen trennen Tirol vom WAC, die Spannung in der Qualifikationsgruppe ist kaum auszuhalten. „Es ist jetzt Crunchtime in der Bundesliga“, betont Coach Philipp Semlic, der ein „richtig körperliches Spiel, viele Zweikämpfe, viel Intensität“ erwartet. Lukas Hinterseer, Routinier im Sturm der Tiroler, verspricht, dagegenzuhalten und „anzuschreiben“.

Während die Spieler auf dem Platz kämpfen, muss Thomas Silberberger in Wolfsberg eine neue Balance finden. Die Aufgabe ist klar: Das Team muss sich zusammenschließen, für jeden durchs Feuer gehen und den Abstiegskampf mit neuem Mut und Entschlossenheit angehen. Ob Silberberger das Ruder noch herumreißen kann, wird die kommenden Wochen zeigen.